Filmvorführung „Simurg“ und anschließende Diskussion mit dem Regisseur

Refik, Jafar, Cigdem, Hussein, Ali Akber und Delil hatten sich im Jahre 1996 am Widerstand, Todesfasten, gegen die Einführung der F-Typ-Zellen in der Türkei beteiligt. Nach 69 Tagen Hungerstreik bekamen sie das Wernicke-Korsakoff-Syndrom. Nun leiden sie unter Sprachschwierigkeiten, unwillkürlichen Kontraktionen, Gleichgewichtsstörungen, Gedächtnisverlust und Vergesslichkeit. Diese Aktivisten kommen beim erneuten Beginn des Todesfastens im Jahre 2000 erneut zusammen.

Sechs Freunde treffen sich am Grab Idil Ermens, dem ersten weiblichen Insassen, der aufgrund desTodesfastens sein Leben ließ. Hinterher verbringen die alten Freunde die darauf folgende Woche zusammen mitsamt ihren Familien. Sie denken an die vergangenen Ereignisse und unterstützen den aktuellen Widerstand – Todesfasten.

Auf der anderen Seite sind die Hungerstreiks in eine kritische Phase eingetreten. Die sechs Freunde besuchen am 18. Dezember die Todesfastenden in Küçükarmutlu. Sie unterhalten sich mit Zehra Kulaksiz, Gülsüman Dönmez, Senay Hanoglu und anderen, die in den folgenden Monaten ihr Leben verlieren werden. Die Ereignisse und die Menschen erzeugen das Gefühl, als befände man sich einem Zeittunnel; einerseits die ehemaligen Widerstandskämpfer mit ihren schweren Folgeerkrankungen und -behinderungen, andererseits entschlossen vorpreschende Hungernde wohl wissend, dass sie sterben werden bzw. mindestens Folgeschäden davontragen werden.

Am Tag nach diesem Besuch wird in den Gefängnissen die Operation „Zurück zum Leben“ durchgeführt.

Die Helden im Film verfolgen die Operation am Fernseher und kommentieren sie. Total demoralisiert und geknickt begeben sie sich auf die Straßen von Istanbul.

Es vergehen 10 Jahre … Cafer, Ali Ekber und Cigdem leben jetzt im Ausland.
Hüseyin, Refik, und Delil führen ihr Leben in Istanbul fort. Istanbuls verändertes Gesicht zeugt von Veränderungen im Laufe der Jahre. Doch für die Protagonisten des Films hat sich nicht viel verändert, die noch offenen Wunden der Vergangenheit warten darauf, behandelt zu werden.

Simurg umfasst einen Zeitabschnitt von 14 Jahren.

Während in Simurg die jüngst in den Gefängnissen stattgefundene Serie von Ereignissen behandelt werden, finden die Handlungen mit originalen Menschen in Echtzeit statt.
Der Film schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Außerdem gewährt er einen Einblick auf den Hintergrund des Widerstandes und der politischen Ereignisse.

In dem Film begründen die Aktivisten des Widerstandes ihre Reaktion auf die Einführung der Einzelhaft in den Zellen, indem sie das Vorhaben als eine Methode enttarnen, die „mit menschlicher Würde nicht vereinbar“ ist. Eine Unterbringung in solchen Zellen kann bei den Gefangenen psychische Störungen hervorrufen und sogar zur Suizid führen. Zur Durchsetzung ihres Projektes, F-Typ-Gefängnisse einzuführen und den Widerstand gegen die Wand zu fahren, greift die Regierung am Ende zur Gewalt.

Regisseur Ruhi Karadag thematisiert in Simurg Menschenrechte in den Gefängnissen. Er versucht Licht ins dunkle der letzten 14 Jahre zu bringen.

Regie Ruhi Karadağ
Mit Ali Ekber Akkaya, Çiğdem Kazan, Refik Ünal
Genre Drama , Dokumentation
Länge: 1 Std. 49 Min.

In Kooperation mit der YXK Marburg (Verband der Studierenden aus Kurdistan – Ortsgruppe Marburg)

Erklärung der YXK zum 1. Mai

Der 1. Mai als Tag der ArbeiterInnen und aller unterdrückten Menschen weltweit!

Der 1. Mai ist der Tag der revolutionären ArbeiterInnenklasse und wurde in Folge schwerer Streiks um den 8 Stunden-Tag im 19. Jahrhundert geboren.Viele ArbeiterInnen mussten diesen Kampf mit dem Leben bezahlen. Seitdem ist der 1. Mai zum Kampftag gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung geworden. Bis heute kämpfen Millionen Menschen – von Amed und Istanbul über Athen und Berlin bis Rojava – für eine andere Welt.

Kapitalismus ist die Krise

Der Kapitalismus zeigt überall auf der Welt immer dreister sein wahres Gesicht. Phänomene, die der Kapitalistischen Moderne inne wohnen, wie Krieg und Krise, Ausbeutung und Unterdrückung, Zerstörung sozialer Sicherungssysteme und der Umwelt, faschistische und rassistische Mobilmachung machen sich immer wieder bemerkbar.

Auch die Menschen in der BRD bekommen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich zu spüren.Wir schauen einer unsicheren Zukunft entgegen: das Renteneintrittsalter wird angehoben, Leistungskürzungen werden weiterhin vorangetrieben, Privatisierungen und prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu.

Vor allem in Zeiten der Krise ertönen überall Parolen wie „Das Boot ist voll“ oder „Sozialtourismus stoppen“. Dabei werden MigrantInnen, Flüchtlinge, Muslime/a, Sinti und Roma oder Erwerbslose zur Zielscheibe einer Hetze, die darauf abzielt, Gesellschaften zu spalten und die Kosten des Kapitalismus und seiner Krisen nicht den ProfiteurInnen und Verantwortlichen, sondern den ohnehin schon Ausgebeuteten aufzubürden.

Wir, die YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan rufen deshalb dazu auf, am 1. Mai gegen die Kapitalistische Moderne und für eine demokratische, ökologische und geschlechterbefreite Gesellschaft zu demonstrieren. Wir rufen dazu auf, sich in den Städten, in denen Rechte und NeofaschistInnen wie die NPD ihre rassistischen und hetzerischen Parolen verbreiten wollen, ihnen in den Weg zu stellen! Es gilt der rassistischen und sozialchauvinistischen Hetze unsere internationale Solidarität entgegenzusetzen!

Es lebe die Revolution in Rojava und Überall!

Der 1. Mai mit seinen Forderungen nach einem selbstbestimmten und freiem Leben findet derzeit bereits in Rojava (Westkurdistan) einen Weg in die Praxis.

In Rojava wird ein gesellschaftliches Leben mit gemeinschaftlicher Ökonomie, Rätedemokratie und Geschlechterbefreiung umgesetzt. Die Bevölkerung hat Selbstverwaltungs- und Selbstverteidigungsstrukturen aufgebaut und organisiert sich autonom entlang der Werte des demokratischen Konförderalismus, der von der kurdischen Freiheitsbewegung entwickelten Theorie.

Seit Beginn des Krieges in Syrien haben die in Rojava lebenden KurdInnen eine Alternative zur Herrschaft des Assad-Regimes auf der einen und dem Terror islamistischer Fundamentalisten auf der anderen Seite entwickelt.

So ist das Projekt der Revolution in Rojava ein „Dritter Weg“ im Mittleren Osten und damit den Herrschende in der Region aber auch den imperialistischen Mächten ein Dorn im Auge. Von Saudi-Arabien, Katar und der Türkei ausgerüstete und unterstützte Dschihadisten der Al-Kaida nahen Milizen Al-Nusra-Front und ISIS (Islamischer Staat im Irak und Syrien) überqueren größtenteils von der Türkei aus de facto unter dem Schutz deutscher Patriot-Raketen die Grenze nach Rojava und attackieren mit westlichen Waffen die Bevölkerung in der Region.

Nicht nur in Rojava, sondern auch in der Türkei wird die kurdische Freiheitsbewegung angriffen. So sind in der Türkei – trotz des andauernden Dialogs zwischen dem Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Abdullah Öcalan, und dem Staat – noch mehr als 6.000 politische AktivistInnen im Zuge der sogenannten „KCK-Verfahren“ inhaftiert. Die kurdische Bewegung baut seit zehn Jahren ein Gegenmodell zur Kapitalstichen Moderne auf, in dem sie der Bevölkerung Kurdistans eine Grundlage für ein freies, demokratisches und selbstorganisiertes Leben schafft. Ziel dabei ist es eine demokratische, ökologische und geschlechterbefreite Gesellschaft zu etablieren.

Als revolutionäre Bewegung wird die kurdische Freiheitsbewegung besonders hier in Europa und Deutschland Verfolgungen ausgesetzt. Seit 1993 ist die PKK in Deutschland verboten. Kurdische MigrantInnen werden hierzulande wegen ihrer politischen Aktivitäten kriminalisiert und zu Haftstrafen verurteilt. Die BRD und die EU profitieren vom Bestehen der kurdischen Frage und dem Krieg in Kurdistan auf ihre Weise, wenn man bedenkt, dass die Türkei mit 15,2% neben Saudi-Arabien und Katar der wichtigste Abnehmer von deutschem Kriegsgerät ist.

Deshalb wollen wir als YXK auch am 1. Mai den sofortigen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte fordern und unsere Solidarität mit der Revolution in Rojava und dem Recht der KurdInnen nach kommunaler Selbstverwaltung erklären! Unsere Solidarität gilt auch den Protesten in Istanbul gegen die weitere Einschränkung demokratischer Rechte! Wir fordern die Freilassung aller politischen Gefangenen!

Es lebe der 1. Mai – Bijî Yek Gulan!

YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan

1. Mai 2014

Einladung zum Vernetzungstreffen der AK Wohra

Liebe Freund_innen,
Liebe Genoss_innen,

in der Nacht vom 11. auf den 12. Januar wurde ein Haus von Asylbewerber_innen von vier Männern angegriffen. Sicher habt ihr davon gehört. Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen, die mit den Bewohner_innen Kontakt haben und gerne mehr Menschen einbinden möchten. Da wir wissen, dass es in Marburg viele Menschen gibt, die an dem Thema Interesse haben und helfen möchten, wollen wir Euch zu einem Treffen einladen. Das Treffen soll dazu da sein, aufzuzeigen, was gerade passiert, wo ihr Möglichkeiten hättet, Euch einzubringen und Menschen zusammenzubringen, die an ähnlichen Aktions- und Supportformen interessiert sind. Wir wollen keine neue Politgruppe hochziehen, sondern Menschen miteinander in Kontakt bringen, die selbst aktiv werden wollen.

Hierfür laden wir laden Euch ein, am 04.03. um 20.30 h im Café am Grün.

AK Wohra

Die Einladung geht an politische Gruppen sowie Einzelpersonen.

Aufruf zur Demonstration „Rassismus tötet – Gegen rechte Gewalt“

demo dautphetal yxk-marburg
Im beschaulichen Städtchen Dautphetal bei Marburg wurde am 18.02.2008 ein Haus von Neonazis angezündet. Bereits nachmittags, Stunden vor der eigentlichen Tat, schmierten die unbekannten Täter das Wort „Hass“, die SS Buchstaben im Stil von Sigrunen, mit Sprühfarbe an die Tür der betroffenen Familie mit türkischem Hintergrund. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte Schlimmeres verhindert werden können, hätte die herbeigerufene Polizei den extrem rechten Farbanschlag ernstgenommen. Aber das Gegenteil war der Fall, sie tat, was sie immer tut: Beschwichtigen, beruhigen und letzendlich ignorieren.

Stunden später brannte der Holzanbau des Einfamilienhauses lichterloh. Die Bewohner_Innen konnten noch zwei Männer beobachten, die davonrannten und Naziparolen riefen. Der Brand wurde glücklicherweise schnell gelöscht, niemand musste den Anschlag mit seinem Leben oder körperlicher Versehrtheit bezahlen. Eine Woche später ließ die Polizei Marburg-Biedenkopf verlauten, es gäbe keine Verdachtsmomente – die Ermittlungen gegen die unbekannten Neonazis verliefen im Sande. Weitere Wochen nach der Tat erhielt die Familie, deren Haus angezündet wurde, einen Brief mit Zeitungsausschnitten des Brandanschlages – und drei beiliegende Streichhölzer.

Der Fall reiht sich in Hessen ein: Ebenfalls 2008 schlug im Schwalm Eder Kreis ein Neonazi ein 14-jähriges Mädchen bei einem nächtlichen Überfall auf ein Zeltlager mit einem Klappspaten in die Intensivstation. 2008 wurden vermeintliche Linke im nahen Goßfelden brutal zusammengeschlagen. 2010 verübten Neonazis in Wetzlar einen Brandanschlag mit Molotowcocktail auf das Haus eines Nazigegners. Seit 2012 ist im nahen Lumdatal eine Naziclique aktiv, zuletzt gingen sie mit Elektroschockern und Zaunlatten auf Passanten los.

Mit dem jüngsten Angriff auf eine Asylsuchendenunterkunft in Wohratal wird die Kontinuität rassistischer Übergriffe offensichtlich. In der Nacht zum 12.01. 2014 verwüsteten vier Männer aus Wohra und Kirchhain das Haus, zerstörten Fenster, Türen und Rollläden, bedrohten und beschimpften die Bewohner_innen. Obwohl die Randale über eine halbe Stunde dauerte, traf die Polizei trotz unmittelbar nach Beginn des Angriffes abgesetzten Notrufes erst wesentlich später ein – später streitet sie den rassistischen Charakter des Übergriffes ab.

Fakt ist: Nazis morden. Und das nicht erst seit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Seit 1990 wurden 180 Menschen von Nazis in der BRD ermordet. Ob sie Leute zusammenschlagen, aus der S-Bahn werfen, erstechen, entführen oder eben ihr Haus anzünden, bleibt in der Begründung gleich. Der Grundpfeiler der Ideologie der Neonazis ist die Einteilung von Menschen nach rassistischen und chauvinistischen Kategorien. Die Folge hiervon ist unweigerlich die Diskriminierung und letztendlich die Vernichtung der durch dieses Gedankengut als minderwertig angesehenen Menschen.

Jedoch bleibt die Frage nach den Ursachen rechter Gewalt in der Diskussion um Rechtsterrorimus und Stiefelnazis meist außen vor. Nazis entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern finden eine Gesellschaft vor, die eine solche Ideologie erst ermöglicht. Das Zeigen auf den vermeintlich glatzköpfigen rechten Rand verkennt allerdings die tiefe Verankerung menschenverachtender Ideologien wie Rassismus, Sexismus, Antiziganismus und Antisemitismus sowie weitere Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung in der Gesamtgesellschaft. Die rassistischen Proteste gegen Asylsuchenden-Unterkünfte, die Stigmatisierung von Rom_nija, die deutsche Abschiebepraxis oder die Thesen Thilo Sarrazins sind keine Kinder extrem rechter Ideologien, sondern die der bürgerlichen Mitte. In der Großstadt, auf dem Dorf, im Osten wie im Westen gilt: Migrant_innen erfahren Rassismus in erster Linie nicht durch Nazis, sondern von den Nachbarn, von der Chefin oder den Kolleg_innen sowie auf der Ausländerbehörde.

Brandanschläge wie jener von 2008 in Dautphetal sind dabei die Spitze eines bekämpfenswerten Eisberges. Rechter Gewalt muss entgegengetreten werden – mit allen Mitteln! Ob dafür die örtliche Naziclique bekämpft, alltäglicher Rassismus in Deutschland thematisiert oder dem rechten Nachbarn Widerwort gegeben wird, vor allem eines darf man nicht: Rechte Gewalt und deren Opfer vergessen! Am 22.2. soll mit einer Demonstration durch Dautphetal das Bewusstsein dafür wachgehalten werden, dass Neonazigewalt und Rassismus alltäglich sind – auch in Marburg – Biedenkopf.

Für das Ende des alltäglichen Naziterrors!

Gegen die rassistischen Zustände – ob Ausländerbehörde oder Naziclique!

Für einen konsequenten Antifaschismus, der alle Teile der Gesellschaft in die Kritik einbezieht!

Der antifaschistische Selbstschutz muss organisiert werden!

Frieden in Kurdistan?! – Newroz 2013

Frieden in Kurdistan?! YXK-Marburg Newroz-Delegation 2013

Einschätzungen der politischen Lage in Nordkurdistan (Türkei) und Bericht über die Delegationsreise während der Newroz-Feierlichkeiten 2013 in Nordkurdistan.

Mitte März 2013 befand sich eine Delegation von überwiegend Jugendlichen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen in Nordkurdistan (Türkei). Im Zentrum stand das Interesse, die kurdische Bewegung in ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Frieden besser kennen zu lernen.

In den 10 Tagen führte die Delegation viele Gespräche mit verschiedenen Teilen der Bewegung. So traf sie sich mit Jugendlichen und Studierenden, mit Vertreterinnen der Demokratischen Freien Frauenbewegung und Politiker*innen der Partei für Demokratie und Frieden (BDP). Im Mittelpunkt standen vor allem die derzeitigen (Friedens-) Verhandlungen zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Bewegung.

In der Veranstaltung wollen wir zum einen die Eindrücke der Reise mit euch teilen, über die verschiedenen Aspekte der Bewegung sprechen und über die Entwicklungen des Verhandlungsprozesses des letzten Jahres
diskutieren.

Filmvorführung: Bekas

film bekas yxk-marburg kino capitol
Zwei kurdische Brüder, Zana und Dana, wachsen in den 1990er Jahren in einem brutalen, von Saddam Hussein beherrschten Irak auf. Ohne Eltern und ohne ein Zuhause haben sie kein leichtes Leben. Eines Tages bietet sich ihnen die Möglichkeit, ein paar Szenen aus Superman heimlich durch ein winziges Guckloch zu sehen. Sie sind fasziniert und glücklich zugleich. Es scheint einen Weg aus ihrer Not zu geben: Sie entschließen sich nach Amerika zu gehen, “die große Stadt, in der Superman lebt”. Superman kann dann all ihre Probleme lösen und alle Bösen, vor allem Saddam Hussein, bestrafen. Dana tüftelt also einen Plan aus, um nach Amerika zu kommen. Doch sie haben weder Geld noch Pässe und ihr einziges Transportmittel ist ein Esel, den sie “Michael Jackson” taufen. Das Roadmovie Bekas erzählt die Geschichte zweier Brüder auf der Suche nach dem, was wirklich im Leben zählt.

Länge: 97 min

Trailer auf YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=VPre6KTyGas

Vorstellungsabend der YXK Marburg

YXK-Marburg_Wintersemester2013/14

Wir, die YXK (sprich: „Jä-Chä-Kä“), haben uns 1991 als kurdi­sche Studierende in Europa zusammengeschlossen, um auf den Konflikt in Kurdistan aufmerksam zu machen und auf dessen friedliche, demokratische Lösung hinzuarbeiten. Wir sind ein Dachverband mit Ortsgruppen in der BRD und Europa.

Um eine kritische Gegenöffentlichkeit zu schaffen und die Ge­sellschaft für die Situation in Kurdistan zu sensibilisieren, ver­anstalten wir Podiumsdiskussionen, Lesungen, Vorträge und Se­minare, Infostände, Lesekreise etc.
Auch kulturell und sozial engagieren wir uns durch Filmvorfüh­rungen, Kulturabende, Kurdisch-Sprachkurse und ähnlichem.
Neben der thematischen Schwerpunktarbeit zu Kurdistan enga­gieren wir uns auch in anderen politischen Fragen und versu­chen unserer Rolle als Studierende in der Gesellschaft gerecht zu werden. Daher ist es für uns selbstverständlich, auch über den Tellerrand zu schauen und viele andere Themen zu bearbei­ten.

Um uns vorzustellen veranstalten wir einen Vorstellungsabend:
21. November 2013, 20.00 Uhr
CNMS/ Orientzentrum (Deutschhausstr. 12)
Raum 00A09

Bei Interesse könnt ihr gerne Kontakt zu unserer Ortsgruppe in Marburg aufnehmen:
Blog: yxkmarburg.blogsport.de
Facebook: facebook.com/yxk.marburg.7
Email: marburg@yxkonline.de

Campus Marburg: „Culture for Dinner“

Die YXK Marburg wird am 15.11.2013 von 18:00 20:00 Uhr beim „Culture for Dinner“ des International Office der Philipps-Universität Marburg mit einer Bilderausstellung zur kurdischen Geschichte vertreten sein und Kurdistan vorstellen. Zur Ausstellung wird es einen Stand mit kurdischem Essen und Tee, sowie vielen Infomaterialien geben. Unsere anwesenden Ortsgruppenmitglieder sind gerne bereit Fragen zu Kurdistan und dem Verband der Studierenden aus Kurdistan in Marburg zu beantworten. Über eine rege Teilnahme würden wir uns freuen.

Campus-Tag

Weitere Infos zu der Veranstaltung >“campus marburg“ – Universitätsstadt erleben< findet ihr hier:
http://www.uni-marburg.de/aktuelles/news/2013b/campusmarburg

Jugendkonferenz „Die Lösung der Kurdischen Frage und die Demokratisierung der Türkei“

Jugendkonferenz Hannover Kurdische Frage Demokratisierung Türkei

Liebe FreundInnen und GenossInnen,
liebe Jugendliche,

seit 30 Jahren tobt ein kaum wahrgenommener Konflikt im Mittleren Osten. Die noch ungelöste Kurdische Frage wird gewaltsam ausgetragen: mittlerweile hat der Konflikt 40.000 Menschenleben gekostet, 4.000 Dörfer wurden zerstört, Millionen sind geflohen. Noch immer wird die kurdische Sprache und Kultur unterdrückt, füllen tausende politische Gefangene die türkischen Gefängnisse, wird den Menschen in der Türkei und dem Mittleren Osten ein Selbstbestimmungsrecht verwehrt.
Die Kurdische Frage ist wie viele weitere gesellschaftliche Probleme der Türkei auf ein eklatanten Mangel an Demokratie in der Region zurückzuführen: dantidemokratische und gewaltsame Regierungen, zunehmende kapitalistische Verwertung des gesellschaftlichen Lebens und jedes Einzelnen, Ausgrenzung und Verdrängung weiter Teile der Bevölkerung, Unterdrückung der Frauen und Jugendlichen, Zerstörung der Umwelt sind sind somit untrennbar mit der Kurdischen Frage verbunden.
Anfang 2013 startet die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) einen Prozess, der Frieden in Kurdistan und eine Lösung der Kurdischen Frage bringen soll; eine Waffenruhe wird erklärt, ein Rückzug der Guerilla eingeleitet. Auch darum widersetzen sich während der Gezi-Proteste Zehntausende in Aktionen des zivilen Ungehorsams der Regierungspolitik und rebellieren für eine Demokratisierung der Türkei. Die Jugend der Türkei und Kurdistans trägt bei der Überwindung der drängenden gesellschaftlichen Problemen eine besondere Verantwortung, denn ihr kommt die Aufgabe zu, neue Wege für mögliche Lösungen zu finden und auch zu beschreiten.
Demnach werden drei Themenschwerpunkte auf der Konferenz diskutiert: 1. Lösung der kurdischen Frage: Demokratischer Konföderalismus, 2. Demokratisierung der Türkei – eine neue Türkei, 3. Antworten von Jugend (-Organisationen) in der BRD. Diesen Themen und unseren Fragen zu ihnen sollen wir uns auf der Jugendkonferenz „Die Lösung der kurdischen Frage und die Demokratisierung der Türkei“ gemeinsam stellen wollen.

Jugendkonferenz
„Die Lösung der kurdischen Frage und die Demokratisierung der Türkei“
9./ 10.11.13 | 11.00 Uhr
Leibniz Universität Hannover
(Juristische Fakultät, Königsworter Platz 1, 30167 Hannover)
jugendkonferenz.blogsport.de

Diese Jugendkonferenz wird von zahlreichen (Jugend-) Organisationen gemeinsam veranstaltet und möchte ein Forum für einen vielfältigen Austausch bieten. Am Samstag Abend wird gemeinsam im UJZ Kornstraße gefeiert.
Die Teilnahme ist kostenlos und steht allen Interessierten frei; vor allem demokratische und linke Jugendliche sind ausdrücklich eingeladen!

Mit solidarischen Grüßen,
Vorbereitungsgruppe der Jugendkonferenz

Kontakt:
Schlafplätze bei Voranmeldung per Email: jugendkonferenz@riseup.net
Blog: jugendkonferenz.blogsport.de
Presse: presse.jugendkonferenz@riseup.net, 015217934933

21. Hüseyin Çelebi Literaturpreisverleihung

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Freundinnen und Freunde,

auch dieses Jahr möchten wir euch zu unserer nun zum 21. Mal ausgerichteten Preisverleihung des Hüseyin Çelebi-Literaturwettbewerbes einladen. Zum Literaturwettbewerb, zu dem wir jedes Jahr aufrufen, wurden heute in drei Dialekten des kurdischen (Kurmanci, Dimilki und Sorani), in Türkisch und zum ersten Mal auch in Deutsch, Gedichte und Kurzgeschichten zugelassen. Bisher erreichten uns über 420 Werke. Die ausgewählten Werke, welche von unserer prominenten Jury ausgesucht wurden, werden am 26. Oktober in Köln bei der Preisverleihung veröffentlicht. Das Programm des Abends der Preisverleihung ist dieses Jahr besonders bunt. So werden unter anderem Folkloregruppen und Musik aus der tamilischen und lazischen Kultur den Abend bereichern.

Nicht selten spiegeln sich Gefühle der Unterdrücktheit aber auch des Kampfes, des Widerstandes durch Worte und Sätze in Gedichten und Geschichten wider. Durch diese Veranstaltung, die wir dieses Jahr zum 21. Mal ausrichten, wollen wir einen Ansporn geben, Gefühle in Form von Literatur zu Papier zu bringen und dabei vor allem die kurdische Sprache und Kultur weiterzuentwickeln. Ein großer Teil der eingereichten Werke kommt von Gefangenen aus den Gefängnissen in Kurdistan und der Türkei. Dass wir hierdurch ein Fenster zu ihren Stimmen und Gefühlen öffnen nach außen darstellen und zeigen, dass die Kämpfer der Revolution niemals verstummen werden, gibt diesem Abend eine besondere Bedeutung.

Vor allem die letzten Jahre zeichneten sich, sehr zur Freude der organisierenden GenossInnen, des Verbands der Studierenden aus Kurdistan e.V., durch eine rege Teilnahme aus, mit der man nicht nur eine überaus positive Rückmeldung der Teilnehmenden bekam , sondern auch Kraft schöpfte, um die Tradition dieser Veranstaltung weiterleben zu lassen.

Besonders erfreulich ist auch das anwachsende Interesse an kurdischer Literatur, die in der Geschichte leider auch bezüglich ihrer Freiheit immer wieder unter der politischen Situation leiden musste. Nichtsdestotrotz setzt sich die YXK, mit diesem Wettbewerb, für den Erhalt und die Pflege der kurdischen Literatur ein und möchte in diesem Zusammenhang einen Beitrag zur Weltliteratur leisten.

Die Sammlung der literarischen Werke im Rahmen des diesjährigen 21. Hüseyin Çelebi-Erzählungs- und Gedichtewettbewerbs hat am 15. Juni begonnen und endete am 15. September 2013. Für die Preisverleihung im Rahmen des 21. Hüseyin Çelebi-Erzählungs- und Gedichtewettbewerbs findet am 26. Oktober 2013 in Stadthalle Köln-Mühlheim eine große Veranstaltung, in Anwesenheit der Jurymitglieder und Öffentlichkeit statt.

Wir als YXK und Organisatoren des Wettbewerbes freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Teilnahme und wollen uns natürlich bei allen Teilnehmenden recht herzlich für die eingesendeten Werke bedanken!

21. Hüseyin Çelebi Literaturpreisverleihung

Vorprogramm:

Ausstellungen und Seminare 13:00 – 15:30 Uhr, Mala Kurda Zehntstr. 7/11 51065 Köln

– Vortrag und Ausstellung „Art for Öcalan“
– Literatur, Kunst und Kultur in der Kurdischen Freiheitsbewegung
– Vortrag über die kurdischen Literaten Feqiye Teyran, Melayé Ciziri und Şerko Bêkes

Abendprogramm:

Beginn 17:00 Uhr

– Pinar Yildiz
– Hozan Seyitxan
– Hozan Rotinda
– Lazische Musikvorführung
– Instrumental: Kaval-Ney
– Tamilische Folklore und Musik
– Koma Amargi (Studierendenband)
– Theatervorführung
– Dokumentationsfilm: Aus dem Leben von Hüseyin Celebi
– Gedichtvorträge
– Preisverleihung

Adresse:
Stadthalle Köln-Mühlheim,
Jan-Wellem-Straße 2, 51065 KÖLN

Datum:
Samstag, den 26. Oktober

Einlass: 16:30 Uhr
Beginn: 17:00 Uhr
Ende: 24:00 Uhr

Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.



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