Archiv für Oktober 2011

Manöver der Falschmeldung durch TURKISHPRESS.de fehlgeschlagen: Volle Unterstützung der Universität Hamburg für 19. Hüseyin Celebi-Literaturpreise

Pressemitteilung der YXK vom 27. Oktober 2011:

Am Mittwoch, 26 Oktober 2011 veröffentlichte die Tageszeitung junge Welt ein Interview, welches ihr freier Mitarbeiten Nick Brauns mit der YXK geführt hatte. Im Zentrum des Interviews standen die Hüseyin Celebi-Literaturpreise, welche die YXK jährlich in Gedenken an ihren Ehrenvorsitzenden Hüseyin Celebi veranstalten. Am 29. Oktober wird die Preisverleihung der 19. Hüseyin Celebi-Literaturpreise im Audimax der Universität Hamburg stattfinden.

Als Reaktion auf dieses Interview – nachdem schon seit Wochen über Plakate, Flyer und das Internet geworben wurde – veröffentlichte die türkisch-nationalistische Internetplattform TURKISHPRESS.de einen Beitrag ihrer Redaktion laut dem sich türkische BürgerInnen über die Austragung der kurdischen Literaturveranstaltung an der Hamburger Universität echauffiert hätten und „zahlreiche Vereine und Personen“ die Universität aufforderten den VeranstalterInnen die Räumlichkeiten zu entziehen. TURKISHPRESS.de behauptet weiter: „Auf Druck zahlreich eingegangener Stellungnahmen, Anrufen an die Universitätsverwaltung, erklärte die Uni, man werde selbstverständlich die Veranstaltung absagen und der PKK-Propaganda keinen Nährboden bieten. Man habe lediglich die Räume vermietet, sei über die Hintergründe der Veranstaltung und der Austräger nicht informiert und auch nicht aufgeklärt worden.“

Daraufhin nahm die YXK Kontakt zur Universität Hamburg auf, mit der eine Zusammenarbeit in der Vergangenheit stets in gegenseitiger Achtung stattgefunden und zu beidseitiger Zufriedenheit geführt hatte. Die YXK-Hamburg ist im AusländerInnen-Referat des AStAs der Universität vertreten und genießt Ansehen in der Stadt.

Die Universität Hamburg hat auf Nachfrage der YXK die Behauptungen von TURKISHPRESS.de zurückgewiesen und der YXK volle Unterstützung für die Preisverleihung der 19. Hüseyin Celebi-Literaturpreise zugesagt. Man wolle sich nicht von nationalistischer Hetze unter Druck setzen lassen.

Die YXK betont ihr Anliegen am 29. Oktober die Preisverleihung der 19. Hüseyin Celebi-Literaturpreise zu einem Fest des Friedens der Völker und einen Schritt in die Richtung der Demokratischen Autonomie und der gerechten Lösung der kurdischen Frage zu machen.

Die Veranstaltung findet im Audimax der Universität Hamburg (Von-Melle-Park 4) ab 14.00 Uhr statt. Eingeladen sind alle demokratischen und friedliebenden Menschen.

Yekitiya Xwendekarên Kurdistan
(Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK)

Staatliche Blockaden für Hilfsarbeiten und Berichterstattung nach dem Erdbeben

Pressemitteilung zur Lage in der Region Van nach dem Erdbeben vom 23. Oktober 2011

Am Sonntag erschütterte ein schweres Erdbeben die Region Van, welche in den kurdischen Landesteilen im Osten der Türkei liegt. Mit der ausgewiesenen Stärke 7,2 auf der Richterskala ist das Beben mit dem aus dem Jahre 2010 auf Haiti vergleichbar. Bisher konnten lediglich knapp 400 Tote geborgen werden, Schätzungen gehen von 1.000 zu erwartenden Toten aus. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, unzählige sind auf einen Schlag obdachlos geworden.

Die Berichterstattung über die Hilfsarbeiten nach dem Erdbeben ist durchaus widersprüchlich. Selbst staatliche Stellen dementieren die offizielle Darstellung des Krisenstabes, der AKPRegierung und des türkischen Roten Halbmondes, die behaupten Rettungskräfte würden in genügendem Maße vor Ort arbeiten, um Überlebende zu bergen, und die Versorgung der Betroffenen wäre ausreichend. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Van, Abdurrahman Bogan, gab auf Anfrage an, dass die Lage der Menschen in der Region katastrophal sei. Ein Großteil der nach dem Erdbeben Obdachlosen hätte die zweite Nacht in Folge auf offener Straße übernachten müssen, bei Regen und Kälte. Es fehle an allem: Rettungskräfte, Bergungsausrüstung, Decken, Zelte, Kleidung, Medikamente und Lebensmittel – vor allem Baby- Nahrung. In viele Dörfer der bergigen Region, die überwiegend von KurdInnen bewohnt wird, sei noch gar keine Hilfe vorgedrungen.

Dabei wird Hilfe aus dem Ausland konsequent von den türkischen Behörden der Zentralregierung abgelehnt. Ein deutsches Rettungsteam wurde bereits am Sonntag von der zuständigen türkischen Katastrophenschutzbehörde zurückgewiesen. Der Experte Andreas Teichert, Leiter des Krisenstabs Ostasien, hat für ein solches Verhalten kein Verständnis: „Das kann nicht sein. Es sind noch nicht einmal 24 Stunden nach dem Erdbeben vergangen. Innerhalb der ersten 72 Stunden nach so einer Katastrophe haben Verschüttete noch eine gute Chance gerettet zu werden.“ Auch die Europäische Union hat bereits auf das Fehlverhalten der türkischen Zentralregierung unter dem Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiert und appelliert an die Verantwortlichen nicht gewissenlos und inhuman zu handeln.

Eyüp Can, Chefredakteur der türkischen Tageszeitung Radikal, wies in seiner Kolumne vom 25.10.11 ebenfalls darauf hin, dass die „Türkei die Hilfe von über 30 Staaten, u.a. der USA, Israels, Griechenlands, Großbritanniens und Japans mit den Worten „Vielen Dank, wir brauchen eure Hilfe aktuell nicht“ zurückgewiesen hat“. Die gleiche Zeitung schreibt, dass auch 48 Stunden nach dem Erdbeben kein einziges der 84 Dörfer in Ercis Hilfsleistungen erhalten hat und die Menschen die Nächte auf den Straßen verbringen. Die Dorfvorsteher, die beim Landratsamt nach Zelten gefragt haben, seien mit der Begründung, die Stadt habe Vorrang, zurückgewiesen worden.

Das Bild, welches aktuell aus der Katastrophenregion übermittelt wird, entspricht einer gezielten Fehlinformation der internationalen Öffentlichkeit, um zu vermitteln, dass die Türkei nicht auf ausländische Hilfe angewiesen sei. Diese überhebliche Propaganda kostet Menschenleben. In den türkischen Medien wird derweil spekuliert, ob es sich bei dem Erdbeben nicht um eine gerechte Strafe Gottes gegen die KurdInnen handele, die seit über 30 Jahren um kulturelle, gesellschaftliche und politische Freiheiten ringen, oder gar über das Leid der überwiegend kurdischen Opfer frohlockt. Der Zusammenhang der nationalistischen Hetze gegen KurdInnen und dem Verhalten der Zentralregierung entgeht auch nicht den abgewiesenen deutschen HelferInnen. „Ich kann mir auch vorstellen, dass es hier um die PKK geht“, fügt Teichert seinen Überlegungen hinzu. „Vielleicht denkt man, je weniger, desto besser.“

Dass mit dem Leid der Erdbebenopfer Politik getrieben wird, erzürnt auch viele Menschen in Europa. Gerade die hier lebenden KurdInnen sind wütend über die Blockade der Hilfsarbeiten und der Berichterstattung, welche ausschließlich wehrlose Menschen trifft und einen Verstoß gegen die Menschenrechte darstellt. So organisieren sie bereits am Tag des Erdbebens Hilfslieferungen für die betroffene Region. In kurdischen Kulturvereinen in ganz Europa werden Kleider und Nahrungsmittel gesammelt, die in die Krisenregion geschickt werden, denn bisher sind nur Hilfslieferungen aus Istanbul und den kurdischen Nachbarstädten Batman, Diyarbakir und Mardin eingeroffen.

Doch davon lassen sich die HerlferInnen nicht abschrecken. Was sollen sie auch erwarten von einem Staat, der seine eigenen BürgerInnen aus nationalistischem Großmanns-Gebaren in einer solchen Situation die bereitstehende Hilfe verwehrt? Abdurrahman Bogan: „Die Lage ist katastrophal, wenn die Arbeiten nicht bald intensiviert werden und Hilfe eintrifft, werden wir noch viel mehr Tote bergen müssen. Jede Unterstützung ist notwendig.“

Daher rufen wir Sie auf, ungeachtet der Blockaden zu spenden! Die Menschen in Van brauchen
unsere / Ihre Hilfe!

YEK-KOM – Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.
KURD-AKAD – Netzwerk kurdischer AkademikerInnen e.V.
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
CENI – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
ISKU – Informationsstelle Kurdistan e.V.
Sarmasik-Efeu e.V.

Spenden an:
Heyva Sor a Kurdistanê e.V., Schäfer Str. 4 / 53859 Niederkassel /
DeutschlandStadtsparkasse Neuwied
Konto-Nr.: 186098
BLZ: 57450120,
Verwendungszweck: Hilfe für Van

IBAN: DE 62 57 45 01 20 00 00 18 60 98
BIC: MALADE 51 NWD

Erdbeben in Wan – Spendenkonto

Am 23.10.2011 hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7.2 in der kurdischen Stadt Wan ereignet. Das Ausmaß der Katastrophe ist bis zur Stunde unklar. Mindestens 217 Leichen wurden bisher geborgen. Bis zu 1000 Tote werden unter den Trümmern vermutet. Den Opfern der Katastrophe fehlt es an allem. Die erste Nacht mussten sie bereits bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt im Freienn verbringen.

Der Verein Sarmasik-Efeu setzt sich vor Ort mit lokalen Partnern für die Opfer der Katastrophe ein. Um möglichst viel Hilfe leisten zu können wird dringend Geld gebraucht.

Lasst die Opfer nicht alleine! Leistet einen Beitrag zur Hilfe der Opfer, indem ihr eine kleine Spende auf das folgende Konto überweist:

Sarmasik-Efeu e.V.
Konto-Nr.: 0093349884
BLZ: 305 500 00
Bank: Sparkasse Neuss
Verwendungszweck: Hilfe für Van

BIC: WELADNXXX
IBAN: DE89 3055 0000 0093 349884

Für weitere Informationen könnt ihr die Seite des Vereins „Sarmasik-Efeu Europa“ besuchen.
http://www.sarmasik-efeu.de

‎19. Hüseyin Çelebi Literaturpreise am 29.10.2011 in Hamburg!

YXK-Marburg stellt sich vor (20.10.,18.00,Bistro)

YXK-MR_stelltsichvor_WiSe2011

Im Verband der Studierenden aus Kurdistan (Yekitiya Xwendekarên Kurdistan – YXK) organisieren sich kurdische und internationalistische Studierende und junge Lernende, um vor allem die kurdische Frage in die europäische Öffentlichkeit und besonders an die Hochschulen zu tragen. Darüber hinaus bezieht die YXK als sozial-politischer Verband Stellung zu den verschiedensten gesellschaftlichen Fragen auf der ganzen Welt, wobei sie eine fortschrittliche Weltanschauung vertritt, die sich an der Vorstellung einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft orientiert.
Zu diesem Zweck veranstaltet die YXK Vorträge, Filmvorführungen, Kulturabende, Lesekreise, Seminare, Kundgebungen, Studienreisen, Sportveranstaltungen, Buchlesungen, Demonstrationen, VoKü-Essen, Kurdisch-Kurse, Literaturwettbewerbe, Filmfestivals, Theatervorführungen, Musik-Kurse, Hausaufgabenhilfen und vieles, vieles mehr.
Die YXK-Marburg engagiert sich seit einigen Jahren für eine demokratisch-politische Lösung der kurdischen Frage und über das Thema Kurdistan hinaus in vielen verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Die Gruppe ist sehr bunt und steht jedem/ jeder Interessierten offen. Um sich vorzustellen und einer Diskussion über sich selbst Raum zu bieten, lädt die YXK-Marburg zu einem Vorstellungsabend…

Gemeinsamer Aufruf gegen Krieg, Lüge und Unrecht.

Stell dir vor es ist Krieg und alle sehen weg!
Gemeinsamer Aufruf gegen Krieg, Lüge und Unrecht.
Solidarität mit dem kurdischen Volk!

Es tobt ein Krieg in Kurdistan. Seit der Gründung der Republik Türkei werden KurdInnen verraten verleugnet, verboten, vergewaltigt, verschleppt, vernichtet. Der türkische Staat verwehrt der eigenen kurdischen Bevölkerung ihre kulturellen und politisch-demokratischen Rechte. Die kurdische Frage ist eines der zentralen Anliegen im Nahen und Mittleren Osten, das die gesamte Region in Atem hält und seit dreißig Jahren nicht zur Ruhe kommen lässt. Aus dem kurdischen Volk hat sich eine breite Freiheitsbewegung herausgebildet, die schon seit Jahren eine friedliche Lösung fordert.

Die kurdische Freiheitsbewegung wird von der Mehrheit des kurdischen Volkes getragen. Das weiß auch die Regierung des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan (AKP), die das Ausland mit einer angeblichen „demokratischen Öffnung“ täuscht. In Wahrheit geht die Regierung allerdings mit brachialer Gewalt gegen die kurdische Zivilbevölkerung vor. Demonstrationen werden brutal zerschlagen und gegen die Zivilgesellschaft laufen beispiellose Repressionen. Seit April 2009 wurden 7.748 (auch gewählte) PolitikerInnen, MenschenrechtlerInnen, JournalistInnen, AktivistInnen aus der kurdischen Frauen-, Jugend- oder Ökologiebewegung festgenommen, von denen 3.895 inhaftiert wurden. Seit dem 11.September vor zehn Jahren hat die Türkei 12.089 Menschen nach dem Vorwurf des Terrorismus verurteilt. Damit ist die Türkei Weltspitze vor China (etwa 7.000) und den USA (2.568 Terror-Urteile). Erst kürzlich wurde das Mandat des türkischen Militärs für grenzübergreifende Operationen in den Nordirak verlängert, um gegen vermeintliche KämpferInnen der kurdischen PKK vorzugehen. Bei diesen Operationen werden regelmäßig ZivilistInnen getötet und ihre Dörfer und Lebensgrundlage zerbombt. Eine „demokratische Öffnung“ sieht anders aus. Durch diese Politik wird sich die kurdische Frage nicht lösen lassen.

Die europäische und internationale Öffentlichkeit verschließt vor diesem Krieg die Augen. die internationale Gemeinschaft macht sich mitschuldig, je länger sie schweigt. Die deutsche Bundesregierung unterstützt stattdessen die Rüstungsindustrie dabei Waffen an den türkischen Staat zu liefern oder kriminalisiert die KurdInnen im eigenen Land. Denn auch hier können politisch und gesellschaftlich aktive KurdInnen als TerroristInnen verurteilt werden, der Verfassungsschutz schätzt deren Zahl auf 11.500 einfache ehrenamtlich Aktive, JournalistInnen, Familienväter und -mütter, SchülerInnen und StudentInnen. Dadurch ergreift auch der deutsche Staat Partei und stellt sich auf Seiten der Türkei.

Die einzige Lösung liegt in einem politischen und demokratischen Weg, der durch einen Dialog beginnen muss. Diesen Dialog hatte der türkische Staat mit dem seit 1999 inhaftierten PKK-Gründer Abdullah Öcalan aufgenommen. Allerdings nur aus taktischem Kalkül, wie sich heraus stellte. Im Juni fanden in der Türkei Parlamentswahlen statt, in denen die kurdische Partei für Frieden und Demokratie (BDP) große Erfolge in den kurdischen Landesteilen erlangte. Aus Protest gegen die Repressionen und die Aberkennung von sechs Mandaten für die Partei, boykottierte sie bis letzte Woche die Parlamentssitzungen. Am 14. Juli riefen VertreterInnen der kurdischen Zivilgesellschaft, die sich im Demokratischen Gesellschafts-Kongress (DTK) organisierten, die Demokratische Autonomie, nach der die kurdische Bevölkerung sich in eigenen gesellschaftlichen, demokratischen Strukturen organisiert. Der Staat antwortete mit militärischen Operationen und der Isolation Abdullah Öcalans. Seit dem 27. Juli wurde den AnwältInnen Öcalans jeder Kontakt mit ihrem Mandanten verwehrt. Diese Missachtung jeglicher Menschenrechte zeigt das wahre Gesicht des türkischen Staates, der sogar in der Zusammenarbeit deutscher Stiftungen mit Organisationen aus der kurdischen Zivilgesellschaft oder Kommunen der kurdischen Landesteile eine Unterstützung des Terrorismus sieht, wie Erdoğan deutlich machte.

Zur Lösung der kurdischen Frage sind unserer Ansicht nach die Anerkennung des demokratischen Willens der Bevölkerung, ein gesellschaftlicher Dialog mit der BDP, die Beendigung der Repressionen gegen politisch tätige KurdInnen und die linke Opposition in der Türkei, ein sofortiger beidseitiger Waffenstillstand, sowie Gespräche zwischen der Regierung und sämtlichen am Konflikt beteiligten politischen Akteuren, einschließlich A. Öcalan und der PKK notwendig.

YXK- Der Verband der Studierenden aus Kurdistan

Kontaktaufnahme:
Bundesverband: info@yxk-online.com
Ortsgruppe Marburg: yxkmarburg08@googlemail.com

Demonstration gegen das Internationale Komplott

Die in Europa lebenden Kurden werden in Paris gegen das Internationale Komplott gegen die kurdische Befreiungsbewegung protestieren welches am 09.10.1988 begann und mit der Entführung Abdullah Öcalans am 15.02.1999 in Nairobi endete. Zudem soll gegen die zunehmenden Repressionen gegen in Frankreich lebenden Kurden protestiert werden.

Zu der von der Föderation der kurdichen Vereine in Frankreich (FEYKA) werden tausende Kurden aus ganz Europa erwartet. Die Demonstration wird am Denfert-Rochereau beginnen und am Place D‘Italie enden.

Für die Region Marburg-Gießen wird ein Bus in GIESSEN abfahren. Der Treffpunkt für die Abfahrt ist das Mezopotamische Kulturzentrum in der Ederstraße. Der Bus wird am 08.10.2011 um 01:00 Uhr abfahren. Bei Interesse solltet ihr spätestens um 00:45 Uhr vor dem Mezopotamischen Kulturzentrum sein, damit der Bus pünktlich abfährt. Für weitere Fragen könnt ihr uns eine e-Mail an die yxkmarburg08@googlemail.com schicken.

AUFRUF von YEK-KOM: Kampagne zur Anerkennung der kurdischen Identität online unterstützen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

seit 01. August 2011 läuft die Kampagne „Anerkennung der kurdischen Identität in Deutschland“. Ziel ist es, eine Gleichstellung der in Deutschland lebenden Kurden mit anderen Migrantengruppen zu erreichen bzw. die Anerkennung der kurdischen Migranten als eigenständige Migrantengruppe durchzusetzen. Nach über 50-jähriger Migration leben nun etwa eine Million Kurden in Deutschland, die als Arbeitsmigranten oder als politische Flüchtlinge aus der Türkei, dem Iran, Irak und Syrien gekommen bzw. geflohen sind.

Diese Menschen, welche eine der größten Migrantengruppen in Deutschland stellen, werden bis heute nicht als eigenständige Migrantengruppe anerkannt, da sie in der Regel den Staaten zugeordnet werden, aus denen sie ausgewandert bzw. geflohen waren. Dadurch werden ihnen fundamentale Rechte, wie Teilhabe an spezifischen Integrationsmaßnahmen u.v.m., verwehrt. Auch der Auswärtige Ausschuss des Deutschen Bundestages konstatierte am 07.11.1991, dass „in der Bundesrepublik eine große Gruppe von Kurden lebt und auch ihnen die Möglichkeit zur Bewahrung und Entfaltung ihrer kulturellen Identität gegeben werden“ solle (BT-Drucksache: 12/1362).

Seit dem 01. August 2011 läuft die Kampagne „Anerkennung der kurdischen Identität in Deutschland“, deren Ziel es ist, genau diese Umstände zu verändern und Ausgehend von den globalen Menschenrechten, die Rechte der Kurde einzufordern. Weitere Informationen zum Inhalt der Kampagne finden Sie hier auf unserer Internetpräsens.

Zur Unterstützung der Kampagne, wurden vom 01. bis 15. September 2011 Unterschriften in Form von Karten gesammelt. Über 50.000 Unterschriften wurden bereits beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht.

Zusätzlich zu den handschriftlichen Unterschriften gibt es nun für alle, die die Petition bzw. die Petitionskarten noch nicht unterschrieben haben, die Möglichkeit, online mit wenigen Klicks, die Petition zu unterschreiben und somit die Kampagne zur Anerkennung der kurdischen Identität in Deutschland zu unterstützen. Wer bereits eine Petitionskarte unterschrieben hat, braucht die Online-Petition nicht zu unterschreiben.

Unterstützen auch Sie die Kampagne und unterzeichnen Sie die öffentliche Online-Petition. Je mehr Personen die Petition online mitunterzeichnen, desto mehr Gewicht erhält sie im folgenden Verfahren.

Bis zum 10.11.2011 kann man die Online-Petition unterzeichnen. Die Unterschriften, die wir bisher in Form von Karten sammeln konnten und die Unterschriften, die wir online sammeln, werden zusammengefasst und beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht. Sollte es zu einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses kommen, so wird diese im Parlamentsfernsehen übertragen. Zudem sind die Sendungen ebenfalls im Internet zu sehen und können dort jederzeit als „Video-on-Demand“ auf der Webseite des Bundestages abgerufen werden.

Hier geht es zur Online-Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=19950

Bedingungen für die Unterstützung der öffentlichen Online-Petition:
Das Recht darauf, sich an einer Petition zu beteiligen ist im Grundgesetz festgelegt. Artikel 17:
„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.“

Das bedeutet:
• Man muss nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, alle Menschen, die in Deutschland leben, dürfen die Petition unterstützen bzw. unterschreiben.

• Es gibt keine Alterseinschränkung, Menschen jeden Alters dürfen die Petition unterschreiben.

Wie unterzeichnen Sie die Online-Petition?
1. Zunächst muss man sich im System des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages registrieren. Dazu rufen Sie folgenden Link auf:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=register

2. Hier muss man die aufgeführten Felder ausfüllen. Aufgepasst: Der Benutzername wird automatisch generiert und das geforderte Pseudonym ist nicht der Benutzername, den man später zur Anmeldung gebraucht. Nachdem man alle Felder ausgefüllt hat, erhält man eine Bestätigungsmail mit dem Benutzernamen (á la „Nutzer123456“). Der Nutzername lässt sich nicht ändern, also gut aufbewahren! Um das Konto zu aktivieren, muss man nur noch den Link in der Bestätigungsmail anklicken.

3. Nun loggt man sich mit den Benutzerdaten auf der Petitionsseite ein:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petitio.

Direkt zu unserer Petition gelangen Sie auch über den Link:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=19950
Dort findet man den Text der Petition und die Begründung für das Petitionsvorhaben.

4. Um die Petition zu unterzeichnen, genügt es nun „Petition mitzeichnen“ in der Spalte „Anzahl Mitzeichnungen“ anzuklicken. Mit nur einem Mausklick gelangt man so auf eine Bestätigungsseite, auf der eine Liste sämtliche MitzeichnerInnen führt.

Eine ausführlichere Erklärung mit Bildern dazu finden Sie unter:
http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Online-Petition_Anleitung.pdf

Unterstützende Organisationen:
• ATIF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland e.V.
• AGIF – Föderation der Arbeiterimmigrant /innen in Deutschland e.V.
• Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
• Kurdisches Institut in Deutschland
• FKE – Föderation der Yezidischen Vereine e.V.
• CÎK – Föderation der Kurdischen Muslimischen Gemeinschaften in Europa e.V.
• FEDA – Föderation der Demokratischen Alewiten e.V.
• KURD-AKAD – Netzwerk Kurdischer AkademikerInnen e.V.
• TÜDAY – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e. V.
• YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
• Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und europ. Sektionen/ZAVD
• YEKMAL e.V. – Kurdischer Elternverein
• Der Europäische Friedensrat Türkei/Kurdistan
• Kurdische Gemeinde zu Berlin-Brandenburg e.V.
• YMK – Verein der Kurdischen Lehrer in Europa e.V.
• Volksrat der Eelam Tamilen in Deutschland
• The VOICE Refugee Forum
• Karawane für die Rechte von Flüchtlinge und Migranten
• Kurdische Frauen im Exil e.V.
• European – Kurdistan Green Organization
• Deutsche Kurdische Kultur bun e.V.

YEK-KOM, Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.
Düsseldorf, den 28.09.2011