Archiv für April 2012

Offener Brief an den Minister für Justiz, Integration und Europa, Jörg Uwe Hahn,

Sehr geehrter Herr Minister Jörg Uwe Hahn,

wir sehen uns als armenische, alevitische, assyrische, yezidische, türkische und kurdische Vereine in der Verantwortung uns, in dem im Folgenden beschrieben Zusammenhang, in großer Besorgnis an Sie zu wenden.

Wir sind der Ansicht, dass Zusammenkünfte unter der Bezeichnung „Integration“ nicht missbraucht werden dürfen.

Unter Ihrer Schirmherrschaft sowie der des Gouverneuramts der hessischen Partnerregion Bursa (Türkei), soll am 29. April in Frankfurt die Preisverleihung der „Deutsch-Türkischen-Kulturolympiade“ stattfinden.

Wir sind uns sicher, dass Ihnen in diesem Zusammenhang entgangen ist, dass die Organisatoren der „Deutsch-Türkischen-Kulturolympiade“ ausnahmslos Medienunternehmen sowie ein Bildungs-verein des Netzwerks der Fethullah Gülen Stiftung sind. Es handelt sich dabei um die World Media Group, EBRU TV Europe, S TV Avrupa sowie die Academy e.V..

Leider ist es eine Tatsache, dass die genannten Akteure eine systematische Ausgrenzungspolitik gegenüber nicht türkisch-sunnitischen Bevölkerungsgruppen betreiben und die Existenz weiterer Sprachen und Identitäten in der Türkei, wie beispielsweise denen der kurdischen, armenischen, assyrischen oder lasischen Bevölkerungsgruppen oder der alevitischen Glaubensgemeinschaft, in weiten Teilen verleugnen.

In einem Interview mit dem Interkulturellen Dialogzentrum (Idiz e.V.) bezeichnete Fethullah Gülen z.b. die von KurdInnen erhobenen Forderungen nach gleichen politischen und kulturellen Rechten wie z.b. nach muttersprachlichem Unterricht als „respektlos“.

Unmissverständlich drückte sich der Prediger in einer 45-minütigen Video-Botschaft im November 2011 aus, in der er zur Vernichtung der politisch tätigen Kurden aufrief, die er selbst ausnahmslos als Terroristen bezeichnete: „Lokalisiert sie, umzingelt sie (…) zerschlagt ihre Einheiten, lasst Feuer auf ihre Häuser regnen, überzieht ihr Klagegeschrei mit noch mehr Wehgeschrei, schneidet ihnen die Wurzeln ab und macht ihrer Sache ein Ende“, so Gülen.

Als Reaktion auf eine Pressemitteilung mehrerer Bundestagsabgeordneter, in der dieser Aufruf zum Massenmord kritisiert wurde, antwortete das Forum für Interkulturellen Dialog Berlin e.V. (FID e.V.), dass F. Gülen nicht zum Massenmord aufgerufen habe. Der Prediger habe mit diesem Ausspruch „lediglich die 5% politisch tätigen Kurden gemeint“, so das Forum. Gehen wir davon aus, dass Herr Gülen sich nur auf die Türkei bezog, in der mehr als 15 Millionen Kurden leben – handelt es sich dabei um einen Aufruf 750000 Menschen zu vernichten. Das ist nicht hinnehmbar. Der Versuch eine solchen Aufruf zu rechtfertigen, zeugt zudem von einem menschenverachtenden Verständnis.

Kurz darauf, im Dezember 2012, tötete das türkische Militär in Sirnak/Roboski 34 ZivilistInnen. Berichten einer Parlamentskommission und von Menschenrechtsorganisationen zufolge, muss den Verantwortlichen bewusst gewesen sein, dass es sich bei den Bombardierten um Zivilisten handelte.

Im März 2012 erschossen Polizisten den Politiker Haci Zengin, von der kurdischen BDP, im Verlauf des Newrozfestes mit einer Tränengasgranate. Unzählige Kinder wurden auf ähnliche Weise zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Fethullah Gülen rechtfertigte des Weiteren den Militärputsch 1980 in der Türkei als „Rettung des Vaterlandes“ vor „Ungläubigen“ und „Kommunisten“.

Zurzeit befinden sich in der Türkei nach Angaben des internationalen PEN-Clubs rund 100 JournalistInnen und Schriftsteller in Haft – mehr als in jedem anderen Land der Erde. Betroffen sind prokurdische, linke und laizistische Medien sowie unzählige Gülen-Kritiker. Zudem wurden seit den Kommunalwahlen 2009, auf Anweisung der Regierungspartei AKP, die von der Bewegung Fethullah Gülens dominiert wird, 6500 kurdische Oppositionelle inhaftiert. Darunter 6 Abgeordnete der Nationalversammlung, 31 BürgermeisterInnen und 36 AnwältInnen. Zudem befinden sich in der Türkei ca. 2300 Kinder in Haft. Erst kürzlich wurden mehrere Fälle von systematischen Vergewaltigungen gegen Kinder durch Gefängnispersonal im Gefängnis von Pozanti bei Adana bekannt. Die zwei JournalstInnen, die als erste darüber berichteten, wurden kurz darauf auf Grundlage von „KCK Vorwürfen“ verhaftet.

Medien der Gülen Gruppe haben die Massenverhaftungen von Oppositionellen und die Verhafzngen von JournalistInnen wie Beispielsweise Ahmet Şık und Nedim Şener verteidigt und waren durch Rufmord- und Desinformationskampagne sogar indirekt daran beteiligt. Auch das zum Gülen-Netzwerk zählende Internetportal „Deutsch-Türkische-Nachrichten“ beteiligt sich nicht selten an einer diffamierenden Berichterstattung.

Kurz nach seiner Haftentlassung Ende März 2012 wiederholte Ahmet Şık im Europäischen Parlament seine Kritik am Gülen-Netzwerk und den türkischen Antiterrorgesetzen. International wurde die Anklage gegen kurdische PolitikerInnen und türkische Intellektuelle im Rahmen der sogenannten KCK-Verfahren u.a. von EuropaparlamentarierInnen und dem Menschenrechts-beauftragten der Bundesregierung scharf kritisiert. Die zum Gülen-Netzwerk gehörende türkische Tageszeitung Today´s Zaman begrüßte diese Anklage demgegenüber ausdrücklich: Die Anklage zeige „eine vielversprechende Entwicklung in Richtung Demokratisierung der Türkei.“

In der Bundesrepublik unterhält das Gülen-Netzwerk in jeder größeren Stadt Kindergärten und Nachhilfeinstitute, rund 20 Privatschulen, und den Medienkonzern World Media Group mit diversen Tochterunternehmen.

Die Aktivitäten des der Gülen Bewegung zeichnen sich nach Einschätzung der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) durch eine bedenkliche Intransparenz aus. Sie trage die Religion nicht vor sich her, wenn man aber ihre Aussagen und Schriften betrachte, wie die vom Gülen nahen Fontäene-Verlag vertriebene Koranübersetzung Ali Ünals, stoße man schnell auf ein hochproblematisches Frauenbild, die Propagierung der Überlegenheit des Islams gegenüber anderen Religionen, sowie eindeutige Polemiken gegen die Demokratie in den Predigten Fethullah Gülens. In der amerikanischen Zeitschrift Foreign Policy kommt der Experte Soner Cagaptay zu dem Ergebnis, dass „die Gülen Bewegung die gesellschaftlichen Eliten in der gesamten Türkei durchsetzt und aufgrund ihrer autoritär-feudalistischen Ausrichtung gefährlicher einzustufen ist, als der „Tiefe Staat“ in den 1990er Jahren.“

Im Verlauf einer Anhörung im Bundestag im Frühjahr 2012 verdeutlichten VertreterInnen mehrerer Bevölkerungsgruppen, dass zurzeit in der Türkei jegliche Opposition unterdrückt wird und insbesondere Minderheiten sowie Frauen unter der Politik der AKP Regierung und der Gülen Bewegung, die diese Regierung dominiert, zu leiden haben. Die Anzahl der Ehrenmorde und Vergewaltigungen in der Ehe hat sich seit 2002 mehr als um das 100 fache gesteigert, das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie das Vereinigungsrecht werden systematischen ausgehebelt, so einige Erkenntnisse aus dieser Veranstaltung.

Sehr geehrter Herr Minister Jörg-Uwe Hahn,

aus sämtlichen vorgetragenen Gründen fordern wir Sie dazu auf, sich nicht weiter als Schirmherr der Deutsch-Türkischen Kulturolympiade, einer PR Veranstaltung des Gülen Netzwerks, die für Ausgrenzung statt Integration steht, missbrauchen zu lassen und ihre Teilnahme an der Preisverleihung abzusagen.

Dass politische Repräsentanten nicht an einer einmal getroffenen Entscheidung festhalten müssen, wenn sie in einem Meinungsbildungsprozess von deren Kritikwürdigkeit erfahren und überzeugt werden, haben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Justizminister Thomas Kutschaty (beide NRW) gezeigt, als sie nach massiver berechtigter Kritik an der Verleihung des Steiger Awards an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, ihre Teilnahme absagten.

Über 30.000 AlevitInnen, KurdInnen, ArmenierInnen, AssyrerInnen und DemokratInnen hatten am 17. März in Bochum gegen eine derartige Ehrung Erdogans demonstriert.

Sehr geehrter Minister Hahn,

wir laden Sie zudem ein, sich bei den Vertretungen der in der Bundesrepublik lebenden KurdInnen, ArmenierInnen, AlevitInnen und AssyrerInnen über die Situation der ethnischen Minderheiten in der Türkei zu informieren, und sich mit ihnen darüber zu beraten, wie interkultureller Dialog und Völkerverständigung, sowohl hierzulande als auch in der Türkei, befördert werden können.

Hochachtungsvoll,

    • YEK-KOM e.V. – Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland
    • Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und europ. Sektionen/ZAVD
    • ATIF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland e.V.
    • AGIF – Föderation der Arbeiterimmigrant /innen in Deutschland e.V.
    • Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
    • Kurdisches Institut in Deutschland
    • FKE – Föderation der Yezidischen Vereine e.V.
    • CÎK – Föderation der Kurdischen Muslimischen Gemeinschaften in Europa e.V.
    • FEDA – Föderation der Demokratischen Alewiten e.V.
    • TÜDAY – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e. V.
    • YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.
    • YEKMAL e.V. – Kurdischer Elternverein
    • Der Europäische Friedensrat Türkei/Kurdistan
    • YMK – Verein der Kurdischen Lehrer in Europa e.V.
    • DIDF – Föderation Demokratischer Arbeitervereine
    • Deutsche Kurdische Kultur bun e.V.
    • ADHK – Konföderation für Demokratische Rechte in Europa

RONAHÎ Ausgabe Nr.34 ist erschienen!

Die 34. Ausgabe der RONAHÎ, der Verbandszeitschrift der YXK, ist erschienen. In dieser Zeitschrift veröffentlicht die YXK Texte zu den Rubriken „Aktuelles/ Politik“, „Gesellschaft/ Analyse“, „Frau/ Gesellschaft“, „Ökologie“ und „Kunst/ Kultur“.

Erhältlich ist die Ronahî über alle YXK-Ortsgruppen.
Kontakt: yxkmarburg08@gmail.com

★ YXK-Marburg stellt sich vor ★

Vorstellungsabend SoSe 2012

Hast Du Lust die kurdische Sprache zu lernen oder dich mit den Kulturen Kurdistans zu beschäftigen? Möchtest du die kurdische Frage verstehen und über sie diskutieren? Willst du dich mit anderen kurdischen und internationalen Studierenden zusammentun, um gemeinsam im Bezug zur kurdischen und anderen gesellschaftlichen und kulturellen Fragen etwas zu unternehmen?

Dann komm doch zum Vorstellungsabend der Marburger Ortsgruppe des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK)!

★ am 26. April 2012 (Donnerstag) ★
★ um 18.00 Uhr ★
★ im Bistro unter der Mensa (Erlenring 5, Marburg) ★

Im Verband der Studierenden aus Kurdistan (Yekitiya Xwendekarên Kurdistan – YXK) kommen kurdische und internationale Studierende und junge Lernende zusammen, um vor allem die kurdische Frage in die europäische Öffentlichkeit und besonders an die Hochschulen zu tragen.

Zu diesem Zweck veranstaltet die YXK Vorträge, Filmvorführungen, Kulturabende, Lesekreise, Seminare, Studienreisen, Sportveranstaltungen, Buchlesungen, Volksküchen, Kurdisch-Kurse, Literaturwettbewerbe, Filmfestivals, Theatervorführungen, Musik-Kurse, Kundgebungen, Hausaufgabenhilfen und vieles, vieles mehr…

Die YXK-Marburg engagiert sich seit einigen Jahren für eine demokratisch-politische Lösung der kurdischen Frage und über das Thema Kurdistan hinaus in vielen verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Die Gruppe ist sehr bunt und steht jedem/ jeder Interessierten offen. Um sich vorzustellen und einer Diskussion über sich selbst Raum zu bieten, lädt die YXK-Marburg zu einem Vorstellungsabend.

Wenn Du also Interesse an der YXK hast, komm doch am Donnerstag vorbei und lern uns einfach kennen.
Du erreichst und auch über unsere Homepage (yxkmarburg.blogsport.de, facebook.com/yxkmarburg oder yxkonline.de) oder per Mail (yxkmarburg08@gmail.com).

1. Konferenz der Kurdischen Studierenden in Europa

An die in Europa lebenden kurdischen und demokratischen Studierenden!

Seit den 1950ern, insbesondere seit den letzten 20 Jahren sind Millionen von Kurden nach Europa immigriert. Der Hauptgrund dieser Immigration ist die menschenverachtende Unterdrückung der grausamen Staaten, in denen die Kurden leben. In Europa wächst gerade die 2. oder auch schon die 3. Generation unsere Gesellschaft auf. Während sie einerseits versuchen, in den Ländern, in denen sie leben, ihre Identität zu wahren, versuchen sie auf der anderen Seite aus eigener Kraft Solidarität mit dem von anti-demokratischen Regimen geplagten kurdischen Volk aufzubauen. Diesbezüglich errichten sie überall wo sie leben schon seit jeher entweder ihre eigenen Studierendeninitiativen oder aber nehmen ihren Platz in den verschiedenen kurdischen Institutionen und übernehmen eine wertvolle Verantwortung. Dass die in Europa lebenden jungen Generationen ihrer Herkunftsgesellschaft und den dort vorherrschenden politisch-sozialen Strukturen eine so große Aufmerksamkeit schenken, ist sehr wichtig. Denn Kurdistan kämpft seit 200 Jahren um die Wahrung der Menschlichkeit und dieser Widerstand hat sich gerade in der letzten Phase zugespitzt. Besonders in den letzten 40 Jahren hat sich mit der Entwicklung der revolutionären Freiheitsbewegung ein Massenwiderstand entwickelt. Während dieser Widerstand einerseits die Gesellschaft verändert, richtet sie sich auch gegen die unterdrückerischen Staaten.

Nicht nur die Geschehnisse in Nordkurdistan, der in allen vier Teilen Kurdistans geführte Widerstand hat ein Niveau erreicht, welcher dem in Kürze stattzufindenden nationalen Einheitskongress den Weg ebnen wird. Nicht nur Kurdistan, sonder der ganze Mittlere Osten befindet sich in einem Jahrhundertaufbruch. Das sich seit dem Zweiten Weltkrieg etablierte Status Quo mit ihren unterdrückerischen Regimen wird so nicht mehr von den Völkern akzeptiert. Global betrachtet befinden sich die Mächte, die Kurdistan in vier Teile gespalten haben, in einer ernstzunehmenden Krise, welche sich insbesondere durch die zunehmende Stärkung der alternativen Kräfte in Europa äußert.

Wie bereits erwähnt, werden Millionen von nach Europa geflohenen Kurden und ihre heranwachsenden Generationen tagtäglich mit diesen Widersprüchen konfrontiert und sehen sich daher auch nach etlichen Jahren gezwungen, sich selbst zu organisieren und ihre Institutionen aufzubauen. Allen voran hat sich die studentische Jugend diesbezüglich einer großen Erfahrung bereichert. Die Jugend ist aufgrund ihrer Möglichkeiten die Generation, in die von einem für die Freiheit kämpfendem Volk die höchsten Erwartungen gesteckt werden. Auch ist es nicht verwunderlich, dass allzu oft Revolutionen von Schülern und Studenten geführt wurden oder werden, so auch in den 70´er und 80´er Jahren in der Türkei und Kurdistan.

Auch für die in Europa lebenden kurdischen Jugendlichen ändert sich daran nichts. In allen europäischen Ländern befinden sich die kurdischen Schüler/Studierenden in einer Verfassung, dem Freiheitskampf ihres Volkes große Beiträge leisten zu können.Doch ist hier das Grundproblem, dass es bis dato nicht zu einer europaweit umfassenden Kräftebündelung kam.

Der Verband der Studierenden aus Kurdistan gründete sich Anfang der 90´er in Deutschland. Ziel war es, angesichts der gegen die KurdInnen in allen vier besetzten Teilen Kurdistans praktizierten Unterdrückungs- und Assimilationspolitik sowie der tagtäglichen Menschenrechtsverstöße und der dagegen Widerstand leistenden Freiheitsbewegung, verspürten viele kurdische Studierende das Bedürfnis, sich neu zu organisieren und ihre Rolle zur Erlangung von Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung einzunehmen. Seither wurden Beziehungen zu verschiedenen Studenteninitiativen außerhalb Deutschlands aufgebaut.

Nun rufen wir dazu auf, die vielen, doch verstreuten Initiativen aus Europa zusammenzubringen. Wir möchten dazu anregen, ein gemeinsames Organisationsnetzwerk aufzubauen. Diesbezüglich wird dazu eingeladen, gemeinsam die 1. Konferenz der Kurdischen Studierenden in Europa abzuhalten.

Die Konferenz wird zwischen dem 28. und 29 April in der Akademie in Belgien stattfinden.

In der Hoffnung verschiedene Studenteninitiativen, aber auch einzelne Interessierte (allen voran Abiturienten) an diesem Datum begrüßen zu können.

Datum: 28. und 29 April 2012
Konferenzort: Academie de la Mezopatamie, Rue de l´etang 90
lodelinsart 6042 Charleroi Belgien
Kontakt und Info: info@yxk-online.com Tel: 0049-17664846587

YXK- Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.

Unterstützung für die Hungerstreikenden in Strasbourg

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 1. März 2012 befinden sich 15 KurdInnen vor dem Europarat in Strasbourg in einem unbefristeten Hungerstreik. Der gesundheitliche Zustand dieser Personen verschlechtert sich mit jedem weiteren Tag zunehmend. Bislang wurden drei von Ihnen in ein Krankenhaus eingeliefert, jedoch verweigerten Sie eine ärztliche Behandlung und führen ihren Streik fort.

Alle 15 Personen sind entschlossen solange ihren Streik fortzuführen, bis ihren Forderungen nachgegangen wird. Zentrale Forderungen sind unter anderem an das Antifolterkomitee CPT. Diese werden aufgefordert den auf der Gefängnisinsel Imrali festgenommenen kurdischen Politiker Abdullah Öcalan zu besuchen. Es besteht der Verdacht einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes einhergehend mit rechtswidrigen Haftbedingungen und der seit 259 Tagen (Stand: 10. April 2012) andauernden totalen Isolation.
Leider gab es trotz der genannten Umstände noch keine Reaktion, weder vom Europarat oder dem CPT (Antifolterkomitee) noch anderen staatlichen Institutionen.

Mit diesem Schreiben bitten wir Sie um Unterstützung durch Unterzeichnung der folgenden Petition, die an den Generalsekretär des Europarates gerichtet ist:

Link der Petition: http://openpetition.de/petition/online/solidaritaet-mit-den-kurdischen-hungerstreikenden-in-strassburg

Sie erhalten alle Hintergrundinformationen und auch tagesaktuelle Informationen zum Hungerstreik unter folgender Adresse:

http://kurdischerhungerstreik.wordpress.com/

Im Anbetracht der sich zuspitzenden kritischen Lage der Hungerstreikenden bitten wir Sie durch die Unterzeichnung der Petition ein Zeichen zu setzten. Mitten im demokratischen Europa dürfen die Augen vor solch einem Protest nicht verschlossen werden. Jeder Tag zählt!!!

Herzliche Grüße

YEK-KOM – Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V. / info@yekkom.com
Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. / info@civaka-azad.org
YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. / info@yxk-online.com
CENI – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V. / ceni_frauen@gmx.de
ISKU – Informationsstelle Kurdistan e.V. / isku@nadir.org