Archiv für August 2012

Mannheim: 20. Internationales Kurdistan Kulturfestival

20. Kurdistan Kultur Festival

Weitere Informationen:
http://www.diekurden.de/mehr/kurden-aus-europa/20-internationales-kurdisches-kulturfestival-2212541/

Raeducation #8 – Teil 1 – Interview YXK

Hier findet ihr das komplette Interview der YXK Marburg zur Kampagne Studierende Hinter Gittern in der Radiosendung „Raeducation“ auf Radio Unerhört Marburg (RUM).

Kurdische Volksküche

Flyer - Vorderseite - Kurdische Volksküche
Rückseite - Kurdische Volksküche

Die YXK Marburg kocht im Rahmen der Kampagne TATORT KURDISTAN und lädt alle Hungrigen und Interessierten herzlich ein mit uns zu essen und zu diskutieren.

TATORT KURDISTAN…
…von Rüstungsexporten, Kreditvergaben, Giftgas, und anderen deutschen Unternehmungen in Kurdistan
…den Entwicklungen im syrischen Teil Kurdistans

Wenn ihr mehr über die Kampagne TATORT KURDISTAN erfahren wollt, kommt zur VoKü oder besucht den Blog der Kamopagne im Internet (http://www.tatortkurdistan.blogsport.de/

24.08.2012, 20:00 Uhr, Alte Mensa, Reitgasse 11, 35037 Marburg

Kontakt:
Facebook: http://www.facebook.com/yxkmarburg
Blog: http://www.yxkmarburg.blogsport.de/
Email: marburg@yxkonline.de

RONAHÎ Ausgabe Nr.35 ist erschienen!

Die 35. Ausgabe der RONAHÎ, der Verbandszeitschrift der YXK, ist erschienen. In dieser Zeitschrift veröffentlicht die YXK Texte zu den Rubriken „Verbandsarbeit der YXK“, „Politik und Gesellschaft“, „Ökologie“, „Theorie“, „Gender“, „Kultur“ und „Wissenschaftliche Arbeiten“.

Erhältlich ist die Ronahî über alle YXK-Ortsgruppen.
Kontakt: marburg@yxkonline.de

Der „Frühling der Völker“ ist in Kurdistan angekommen – Repressionen gegen die Bevölkerung Kurdistans

Seit dem 19.Juli erlebt der kurdische Aufstand in Nordostsyrien eine neue Dimension. Die kurdische Bevölkerung befreit Stück für Stück die vom Assad-Regime kontrollierten Gebiete. Der Volksaufstand verläuft weitestgehend friedlich. An die Stelle des syrischen Staatsapparats treten die auf Basisdemokratie fundierenden Volksräte. Ziel ist die Errichtung einer Demokratischen Autonomie, die auf dem Verständnis des Demokratischen Konförderalismus beruht. Dies alles ist Resultat des von der kurdischen Bevölkerung gewählten dritten Weges, der sowohl die Gewalt des Assad-Regimes als auch die der „Freien Syrischen Armee“ ablehnt. Die beiden einflussreichen kurdischen Akteure, der „Volksrat Westkurdistan“ und der „Kurdische Nationalrat“, haben in Hewlêr (Erbil), der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, ein Abkommen geschlossen und mit der Gründung des „Kurdischen Hohen Rates“ der Volksrevolution in Westkurdistan ein politisches Gesicht verliehen.

AKP-Diktatur sabotiert Demokratisierungsprozess in Westkurdistan

Diese Entwicklungen sind nicht Allen genehm. Die türkische AKP-Diktatur hat ihre Repressionswelle weiter vorangetrieben. Die türkische Armee verlegt Panzer an die syrische Grenze und droht offen mit einem Einmarsch, um gegen die „schlechten Entwicklungen in Nordsyrien“ zu intervenieren. Daneben traf sich der türkische Außenminister Davutoglu mit Mitgliedern des „Kurdischen Nationalrats“, und versuchte vergeblich diese davon zu überzeugen den „Hohen Kurdischen Rat“ zu verlassen und dem „Syrischen Nationalrat“ beizutreten.

Um nicht ebenfalls Forderungen wie die KurdInnen in Westkurdistan zu stellen wird die kurdische Bevölkerung in Nordkurdistan terrorisiert. So wurde der mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählte Bürgermeister der Stadt Sêrt (Siirt) von seinen Ämtern enthoben und die Wohnung des Bürgermeisters der Stadt Cizîra Botan (Cizre) mit Geschossen und Sprengkörpern angegriffen. Mehr als zehntausend politische AktivistInnen befinden sich immer noch in überfüllten türkischen Gefängnissen, die laut Insassen Internierungslagern gleich kommen. Dem Justizministerium zufolge befinden sich derzeit 2.824 Studierende unter den Häftlingen. Auch 6 kurdische Abgeordnete, sowie 31 BürgermeisterInnen sind unter den Häftlingen. Immer häufiger kommt es zu Aufständen in den Gefängnissen. Im Juni starben bei einem Gefängnisaufstand in Riha (Urfa) 13 Insassen. Daneben wird Abdullah Öcalan, dem Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK), seit dem 27. Juni 2011 unter dem Vorwand schlechter Wetterbedingungen und eines Defekts am Boot, das zur Gefängnisinsel fahren soll, jeglicher Kontakt zu der Außenwelt verwehrt. Es ist nicht klar, in welchem Zustand er sich befindet.

Die schwersten Kämpfe seit Ausbruch des Krieges

Die Guerilla der kurdischen Volksbefreiungskräfte (HPG) hat mit einer neuen Offensive auf den AKP-Terror reagiert. In den Gebieten Şemzînan (Şemdinli) und Çelê (Çukurca) sollen laut AugenzeugInnen die schwersten Kämpfe seit Ausbruch des Krieges zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Guerilla im Jahre 1984 stattfinden. Neun Dörfer wurden bereits von der türkischen Armee geräumt. Die türkische Armee hat sieben Regionen zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Über die EinwohnerInnen wurde ein Embargo verhängt. Alle in die Region gebrachten Lebensmittel werden genauestens kontrolliert. Die HPG hat bekanntgegeben etwa 35 km² des Staatsgebiets der Türkischen Republik unter ihrer Kontrolle zu haben, darunter sehr viele strategische Hügel. Die von der Bevölkerung nie anerkannte Grenze zwischen der Türkei und dem Irak sei laut Mitgliedern des PKK-Führungsrates praktisch aufgehoben. Die Offensive der kurdischen Guerilla gegen die türkische Besatzungsmacht hat mit der Festnahme eines CHP-Abgeordneten einen neuen Höhepunkt erreicht. Die türkische Regierung hat derweil eine Mediensperre verhängt.

Maliki droht ausländischen InvestorInnen in Südkurdistan

Die irakische Führung unter Nuri al-Maliki versucht ebenfalls die Gunst der Stunde für sich zu nutzen, um die kurdische Regionalregierung zu schwächen. So hat er unter dem Vorwand die gemeinsame Grenze zu Syrien sichern zu wollen tausende Soldaten an die Grenze geschickt. Diese wurden von den südkurdischen Peshmergas aufgehalten. Nun stehen sich beide Armeen gegenüber. Weiterhin droht die Zentralregierung ausländischen Ölkonzernen, ihnen die Aufträge zu entziehen, wenn diese mit der Autonomen Region Kurdistan einen Vertrag abschließen sollten.

All diese Entwicklungen zeigen, dass sich die Machthaber (sic!) in den Besatzerstaaten Kurdistans vor einer Demokratischen Autonomie in Westkurdistan fürchten und deshalb versuchen, die KurdInnen innerhalb ihrer eigenen Staatsgrenzen ruhig zu halten und die positiven Entwicklungen in Westkurdistan zu sabotieren.

Wir begrüßen die Befreiung Westkurdistans und hoffen, dass das dortige Feuer der Revolution auf die anderen Teile Kurdistans übergeht und die Bevölkerung in Kurdistan ihr politisches Schicksal in Form der Demokratischen Autonomie selber in die Hand nehmen kann.
Yekitiya Xwendekarên Kurdistan – Verband der Studierenden aus Kurdistan

Kontakt zur Marburger Ortsgruppe:
Blog: yxkmarburg.blogsport.de – Facebook: facebook.com/yxkmarburg – Email: marburg@yxkonline.de

Stellungnahme des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan – YXK e.V.: Gegen die Kampagne der Fethullah Gülen-Bewegung gegen kritische Berichterstattung

Grundrecht auf Pressefreiheit und kritische Öffentlichkeit verteidigen

In der aktuellen Ausgabe des Magazins „Spiegel“ vom 6. August (Nr.32) widmet sich Maximilian Popp einer scheinbar religiös motivierten Bewegung, die in der deutschen Öffentlichkeit bisher weitgehend unbeachtet geblieben ist. Die Fethullah Gülen-Bewegung beruft sich auf den muslimischen Prediger Fethullah Gülen, der bereits in den 70er Jahren antikommunistische und antiwestliche Hetze betrieb, seine AnhängerInnen dazu aufforderte die staatlichen Strukturen der Türkei zu unterwandern, um eine neo-osmanisches Reich zu schaffen, und sich nach außen ein liberales Gesicht zu geben, während im Inneren der Bewegung autoritäre Machtstrukturen herrschen. Die Bewegung ist weltweit auf unterschiedlichen Feldern aktiv; sie betreibt Studierendenwohnheime und bietet Nachhilfekurse an, baut Moscheen, lenkt Medien-Imperien oder mischt in der türkischen Politik ganz vorne mit.

Kritische Berichterstattung über die Bewegung wird rigoros verfolgt und diskreditiert. In der Türkei kam es zu Festnahmen und Anklagen gegen kritische JournalistInnen, vom Gülen-nahen Justizapparat angeklagt. Auch in Deutschland übt die Gülen-Bewegung massiven Druck auf JournalistInnen und Medien aus. Nicht nur der Spiegel und sein Redakteur werden nun in das Fadenkreuz der Gülen-AnhängerInnen geraten sein. Im Juni wurde eine Reportage des WDR-Fernsehens über Fethullah Gülen und seine Bewegung nach Druck auf den Sender nicht ausgestrahlt. Die VeranstalterInnen von Podiumsdiskussionen zum Thema „Fethullah Gülen-Bewegung“, die seit einiger Zeit von der YXK organisiert werden, werden immer wieder mit dem Druck konfrontiert, mit dem die Gülen-AnhängerInnen versuchen solche Diskussionen zu verhindern. Vor allem die Universitäten, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, werden angegangen, sodass diese davor zurückschrecken Orte für kritische Diskurse und Öffentlichkeit zu bleiben.

Die Gülen-Bewegung gibt sich weltoffen und tolerant. Sie lädt zum interkulturellen und -religiösen Dialog. Damit kann sie regelmäßig bei deutschen EntscheidungsträgerInnen und PolitikerInnen unhinterfragt punkten. Doch verbirgt sich hinter dieser liberalen Haltung bloßes Kalkül. An den besagten Podiumsdiskussionen haben VertreterInnen der Bewegung nicht teilnehmen wollen, auch im Publikum nutzte niemand die Gelegenheit für Gülens Positionen zu diskutieren. Stattdessen zeigt sich regelmäßig das autoritäre und menschenfeindliche Bild, nicht zuletzt in der Unterbindung jeglicher kritischer Stimmen. AussteigerInnen berichten immer wieder von den autoritären Strukturen innerhalb der Bewegung – etwa in ihren Wohnheimen. Gülen selbst riet bereits während der Anfänge der Bewegung, sich öffentlich zu verstellen, und rief im vergangenen Jahr zum Massenmord an KurdInnen auf.

Wir lehnen die türkisch-nationalistische Menschenverachtung, auf die Fethullah Gülen seine Bewegung aufgebaut hat, ab. Des Weiteren kritisieren wir die Instrumentalisierung des Islam und das Spiel mit den religiösen Gefühlen der Menschen, um sich selbst Macht und materiellen Reichtum anzueignen. Auch müssen wir JournalistInnen, PolitikerInnen und vermeintliche WissenschaftlerInnen kritisieren, die der Gülen-Bewegung absolut unkritisch das Wort reden.

Wir fordern die Medien-Machenden in Deutschland und der Türkei dazu auf, sich nicht von der Hetze der Gülen-AnhängerInnen einschüchtern zu lassen, sondern am Grundrecht auf Pressefreiheit und der demokratischen Notwendigkeit einer kritischen Öffentlichkeit festzuhalten.

Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die angefeindet und unter Druck gesetzt werden, da sie nicht wegsehen wollten.

Wir schlagen daher auch vor, folgende Email an an die Zeitschrift „Spiegel“ zu verschicken:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Spiegel“ wird über den türkischen Prediger berichtet und in diesem Artikel in einer interessanten Art und Weise auf seine Machenschaften eingegangen.

In der Tat verbreitet sich die Sekte in sehr breiten Volksschichten und das auch in Deutschland. Das sie nicht nur den interreligiösen Dialog suchen, sondern diesen, aber auch den Islam für andere Zwecke instrumentalisieren wird einem klar, wenn man die Oberfläche etwas aufkratzt und hinter die Fassade schaut. Das gelingt auch dem Autor in seinem Beitrag sehr gut.

Ich freue mich sehr darüber, dass nicht auch Sie wie die öffentlichen Sender vor dieser Sekte einen Rückzieher gemacht haben und hoffen auch in Zukunft noch weitere Berichte in Ihrer Zeitschrift über den politisch missbrauchten Islam lesen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Die Email kann auf folgender Adresse verschickt werden: http://www.spiegel.de/extra/a-628516.html

Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK e.V., 10. August 2012

Hier findet ihr den Artikel auf englisch: http://www.spiegel.de/international/germany/guelen-movement-accused-of-being-a-sect-a-848763.html

Nicht wegsehen, hingehen – Marburg bleibt Nazifrei

Gegendemo NPD - Marburg

Am 4. August ab 11 Uhr will die NPD in Marburg in Bahnhofsnähe eine Kundgebung abhalten.
Es liegt an uns ihnen zu zeigen, dasss sie mit ihrer Menschenverachtenden Hetze nicht willkommen sind.
Kein Fußbreit den FaschistInnen!!!

Treffpunkt für die Gegenaktivitäten:
10:30 Uhr am Bahnhofsplatz