Archiv für Oktober 2012

Einladung zum Interdisziplinären Dikussionskreis zur kurdischen Frage‏

Liebe KommilitonInnen,
liebe FreundInnen,

wir möchten Euch nocheinmal ausdrücklich zum interdisziplinären Diskussionskreis zur kurdischen Frage (IDKF) an der Philipps-Universität Marburg einladen und Euch bitten, diese Einladung an alle KommilitonInnen und Interessierten weiterzuleiten.

Der IDKF wird von Studierenden verschiedener Fachrichtungen und Interessierten selbst-organisiert, mit dem Ziel, sich verschiedene Aspekte der kurdischen Frage selbst anzueignen und zu diskutieren.

Der Diskussionskreis wird zu jedem Thema sowohl selbst-organisierte Seminare, in denen Wir uns die Themen selbst erarbeiten, als auch Vorträge und Diskussionen mit externen ReferentInnen vereinen.
Der Themenplan des Wintersemesters sieht die Themen „Demokratische Autonomie – Theorie und Praxis“ (30.10./ 6.11.), „System der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak)“ (20.11./ 27.11.), „Die Politik der BRD in Bezug auf die kurdische Frage“ (11.12./ 18.12.) und „Die Geschlechterfrage in Kurdistan – Schlaglicht kurdische Frauenbewegung“ (15.1./ 22.1.) vor.
Die Sitzungen werden zwei mal in drei Wochen dienstags um 18.00 Uhr im Hörsaalgebäude +1/0040 stattfinden.

Die erste inhaltliche Sitzung wird sich am 30.10. dem Thema „Demokratische Autonomie in der Theorie“ widmen. Hierzu sollte zur Vorbereitung die „Vorlage eines Modellentwurfs für ein Demokratisches Autonomes Kurdistan“ gelesen werden, die sich hier finden lässt: http://pdfcast.org/pdf/modellentwurfs-f-r-ein-demokratisches-autonomes-kurdistan

Über Unterstützung in Form der Weiterleitung dieser Einladung und eine rege Teilnahme würden Wir uns sehr freuen.

Mit lieben Grüßen,
IDKF-Marburg

Erstes Treffen des IDKF im Wintersemester 2012/13

Die kurdische Frage wird oft erwähnt, aber in Deutschland wenig diskutiert. Um Wissenslücken zu schließen und eine offene Diskussion zu ermöglichen, bieten wir im Witersemester 2012/2013 einen interdisziplinären Diskussionskreis zur kurdischen Frage (IDKF) an.

Dieser soll im Drei-Wochen-Rhytmus unterteilt sein in: Diskussion untereinander, eine Diskussion mit einer/einem ReferentIn und eine Woche Pause.

Wir sind eine unabhängige Gruppe Studierender und Arbeitender verschiedener Fachrichtungen und Hintergründe. Der Diskussionskreis ist inhaltlich und für Alle offen und wird von uns gemeinsam gestaltet. Wichtig ist ein Interesse, Offenheit und Diskussionsbereitschaft.

Erstes Treffen:
Dienstag, 23.10.2012 um 18:00 Uhr
im Hörsaalgebäude (Biegenstraße 14), Raum +1/0120
Weitere Infos: idkf-marburg@gmx.de

Firatnews berichtet vom Marburger Infostand

Kurdische Studierende werden wöchentlich bis Newroz Unterschriften sammeln

Die Marburger Ortsgruppe des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK Marburg) hat mit dem Marburger Volksrat einen Infostand unter der Parole „Freiheit für Öcalan! Status für Kurdistan!“ am Marburger Rudolphsplatz aufgestellt.

Neben den Unterschriftenbögen wurden auch Flyer, Zeitschriften und Bücher auf dem Stand aufgestellt. Dem mit einem Bild Öcalans geschmückten Stand wurde ein großes Interesse seitens der Passanten entgegengebracht. Die kurdischen, türkischen, deutschen und japanischen Aktivisten verteilten Flyer und klärten die Marburger über die aktuellen Entwicklungen in allen vier Teilen Kurdistans auf.

Neben der aktuellen politischen Lage waren auch die Demokratische Autonomie und der Konföderalismus Gesprächsthema. Der Schwerpunkt lag jedoch auf die unbefristeten Hungerstreiks der politischen Gefangenen in den türkischen Gefangenenlagern und der erschwerten Isolation gegen Abdullah Öcalan.

Bei der 8 stündigen Aktion wurden mehr als 100 Unterschriften im Rahmen der Kampagne „Freiheit für Öcalan“ gesammelt.Um 18:00 Uhr wurde die Aktion beendet.

Aufgrund des Erfolgs haben die Aktivisten beschlossen den Infostand wöchentlich bis Newroz an verschiedenen Orten in der Marburger Region aufzustellen.

Hier gehts es zum kurdischen Text:
Xwendekarên Kurd dê heta Newrozê li Marburgê îmze berhev bikin

Zum Hungerstreik tausender politischer Gefangener in den türkischen Gefängnissen

Stellungnahme des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan – YXK:

Eine Analyse der aktuellen politischen Lage der Türkei und den daraus resultierenden Verhältnissen für demokratisch handelnde und denkende Menschen bringt eine erschreckende Bilanz zum Vorschein. Der türkische Staat lässt nichts unversucht, um KurdInnen und andere Identitäten, demokratisch gewählte AktivistInnen und Oppositionelle und alle Andersdenkenden zu diskriminieren und zu kriminalisieren. Jeden Tag werden Menschen aufgrund ihrer Meinung gefangen genommen und ohne Gerichtsprozess jahrelang eingekerkert. Massive Menschenrechtsverletzungen werden durch alle drei staatlichen Gewalten, sofern noch von einer Gewaltenteilung gesprochen werden kann, begangen. Mittlerweile sind über zehntausend Menschen eingesperrt. Dadurch wird eine demokratische Teilnahme an gesellschaftlicher Willensbildung unmöglich gemacht.

Bei den Gefangenen handelt es sich überwiegend um KurdInnen und viele nicht-kurdische demokratische AktivistInnen. Allen wird derselbe irrsinnige Vorwurf der Mitgliedschaft in einer „terroristischen Organisation“ gemacht. Als Beweise dienen die Teilnahme an Demonstrationen, Vorträge auf Tagungen oder das Tragen eines Palischals – zuletzt wurde ein kurdischer Student wegen des Tragens eines solchen Schals zu 11 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Die Gefängnisse sind massiv überfüllt. Viele Fälle von Folter und sogar sexuellem Missbrauch von Kindern wurden bekannt. Die Verantwortlichen werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Parallel zu den Gefangennahmen laufen große militärische Operationen, nicht nur gegen die kurdische Guerilla, sondern auch gegen die Zivilbevölkerung. Ein Angriff auf Westkurdistan (syrischer Teil Kurdistans – die KurdInnen haben hier eine Selbstverwaltung aufgebaut) ist nur eine Frage der Zeit. Seit 13 Jahren ist Abdullah Öcalan, der von Millionen KurdInnen als politischer Repräsentant angesehene wird, einer menschenrechtswidrigen Isolation ausgesetzt. Seit über 450 Tagen wird ihm jeglicher Kontakt zur Außenwelt verwehrt. Besuche von seinen AnwältInnen werden seitens der türkischen Behörden mit
fadenscheinigen Begründungen verhindert.

All diese Parallelen zeigen unübersehbar, dass der türkische Staat sich hartnäckig weigert, den Konflikt in Kurdistan mit friedlichen Mitteln zu lösen. Seit der Gründung der türkischen Republik 1923 setzt diese immer auf militärische Stärke, wenn es um die Lösung der kurdischen Frage geht. Auch Erdogan macht hierbei keine Ausnahme!

Um gegen diese Politik und gegen dieses Unrecht zu protestieren, sind seit dem 12. September gefangene AktivistInnen in den türkischen Foltergefängnissen in einen unbefristeten Hungerstreik getreten. Jeden Tag schließen sich mehr Gefangene diesen an. Inzwischen ist für viele der Streikenden eine lebensbedrohliche Phase erreicht. Dieser Streik ist als Aufruf an die gesamte Weltöffentlichkeit gerichtet,
die vor diesen Ungerechtigkeiten nicht die Augen verschließen darf. Die legitimen Forderungen der Gefangenen sind:

● DIE FREILASSUNG ALLER POLITISCHER GEFANGENEN!
● DIE BEENDIGUNG DER MILITÄRISCHEN OPERATIONEN GEGEN DIE KURDISCHE BEVÖLKERUNG UND GESELLSCHAFT!
● DIE AUFNAHME VON VERHANDLUNGEN ZWISCHEN DEM TÜRKISCHEN STAAT UND ABDULLAH ÖCALAN AUF GLEICHBERECHTIGTER EBENE!

Um diese Forderungen zu unterstützen, kann folgende Erklärung – unter www.freeocalan.org – unterschrieben werden:

„Ich unterstütze die Forderung nach Freiheit für Abdullah Öcalan und die politischen Gefangenen in der Türkei. Öcalans Freiheit wird einen Durchbruch für die Demokratisierung der Türkei und einen Friedensprozess in Kurdistan darstellen.“


Verband der Studierenden aus Kurdistan – YXK e.V.
19. Oktober 2012
Postfach 103831, 50478 Köln
yxkonline.de, info@yxk-online.com

Solidarität mit den Hungerstreikenden und deren Forderungen

An die Presse und Öffentlichkeit

In den türkischen Gefängnissen begann am 12. September ein unbefristeter Hungerstreik von politischen Gefangenen der Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) und der Partei der freien Frauen Kurdistans (PAJK). Dem schlossen sich seit dem 15. Oktober alle politischen Gefangenen der PKK und PAJK an. Tausende Gefangene, darunter auch Journalisten und Minderjährige befinden sich nun im
Hungerstreik. Die Inhaftierten, deren Gesundheitszustand sich tagtäglich verschlechtert, werden ihren Streik definitiv fortführen bis ihre Forderungen erfüllt werden.

Die Forderungen der Gefangenen sind:
- die Aufhebung der Isolationsbedingungen für Abdullah Öcalan
- die Gewährleistung der Gesundheit, Sicherheit und Freiheit Abdullah
Öcalan´s
- die Aufhebung aller Verbote gegen die kurdische Sprache
- die Beendung der nationalistischen, verleumdenden und assimilierenden
Politik gegenüber ihrer kurdi-schen Muttersprache
- die Aufhebung der Hindernisse hinsichtlich des Verteidigungsrechts bei
Gerichtsverhandlungen in ihrer kurdischen Muttersprache
- die Aufhebung der Hindernisse bezogen auf die Bildung in ihrer kurdischen
Muttersprache

Die stillschweigende und menschenverachtende Politik der AKP-Regierung in der Türkei führt zusätzlich zu einer extremen Aufspitzung der Lage obwohl genau diese Forderungen die wichtigsten Aspekte zur zwingenden Lösung der kurdischen Frage und somit zur Demokratisierung der Türkei darstellen. Die Hungerstreikenden wie auch das kurdische Volk sind sich der Assimilationspolitik der türkischen Regierung bewusst und bestehen in allen Lebensräumen auf ihre Muttersprache, ihre Identität und auf die Anerkennung ihrer Menschenrechte. Denn dies ist die einzige Option eine demokratische Atmosphäre zu schaffen oder sie zu stärken. Auf Grund dessen sind wir als Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland (YEK-KOM e.V.) Solidarisch mit den Forderungen der Hungerstreikenden und rufen alle Organisationen und mitfühlende Bürger im Namen der Menschlichkeit dazu auf, sich mit den Gefangenen zu verbünden und die Solidaritätsaktion zu unterstützen.

Verteidiger der Menschenrechte wurden bereits aktiv als sie am 1.September dieses Jahres die Unterschriftenkampagne „Freiheit für Öcalan“ starteten. Auch in Europa muss jeder Einzelne diesem Geschehen aktiv entgegenwirken. Beteiligen sie sich indem die laufende Kampagne http://freeocalan.org unterstützen.

Zeigen sie Solidarität auch durch Briefe und E-Mails die sie an das türkische Innen- und Justizministerium schicken und die türkische Regierung auffordern, den legitimen Forderungen der Hungerstreikenden Gehör zu schenken.

. Innenministerium – Innenminister Idris Naim Sahin
T.C. Içisleri Bakanligi, Bakanliklar / ANKARA
gsekreter@icisleri.gov.tr; mustesarlik@icisleri.gov.tr

. Justizministerium – Justizminister Sadullah Ergin
T.C. Adalet Bakanligi, 06659 Kizilay / ANKARA
info@adalet.gov.tr; Abteilung für Gefängnisse: cigm@adalet.gov.tr

Yek-Kom e.V.
Graf-Adolf-Str. 70a
40210 Düsseldorf
Tel: 0211 / 1711451
Fax: 0211/ 1711453
E-mail: yekkom@gmx.net
www.yekkom.com

Call to Action of Global Education Strike [Nov. 2012] + State Repression

Presseerklärung der YEK-KOM zum Gespräch mit Mannheims Oberbürgermeister

An die Presse und Öffentlichkeit
Gespräch zwischen YEK-KOM und Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz nach den Auseinandersetzungen am Rande des 20. Internationalen Kurdischen Kulturfestivals

In konstruktiver und freundschaftlicher Atmosphäre fand am 1. Oktober 2012 ein Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, VertreterInnen von Yek-Kom, des Migrationsrats Mannheim und der Polizei statt. Gesprächsthema waren die Ereignisse rund um das 20. Internationale Kurdische Kulturfestival am 8. September. Wir bedanken uns insbesondere bei Herrn Oberbürgermeister Kurz für seine Förderung des Dialogs und der demokratischen Diskussion und werden ihn darin stets unterstützen. Diese Art, Lösungen zu suchen, sollte für die Politik beispielhaft sein, wenn es um Angelegenheiten geht, die Kurdinnen und Kurden betreffen. Als Yek-Kom möchten wir betonen, dass wir jederzeit offen sind für Initiativen zum Dialog.

Die Föderation Yek-Kom drückte während des Gesprächs erneut ihr tiefstes Bedauern über die unerfreulichen Geschehnisse am Rand des Kulturfestivals aus, durch die PolizistInnen und FestivalteilnehmerInnen verletzt wurden. Wir hoffen und wünschen sehr, dass sich solche Vorfälle in keinster Weise jemals wieder wiederholen werden.

Yek-Kom setzt sich seit zwanzig Jahren für eine friedliche und demokratische Lösung der kurdischen Frage ein. Um die europäische Öffentlichkeit für die kurdische Thematik zu sensibilisieren und für eine friedliche Lösung des Konflikts in Kurdistan zu werben, veranstalten wir in Kooperation mit zahlreichen kurdischen Institutionen jährlich das Internationale Kurdische Kulturfestival, zu dem jedes Jahr zehntausende kurdische und internationale BesucherInnen aus ganz Europa anreisen.

Das 20. Internationale kurdische Kulturfestival in Mannheim war als ein Fest für Demokratie und Frieden gedacht und organisiert. Für die vielfache Unterstützung möchten wir der Stadt Mannheim nochmals unseren Dank aussprechen. Doch bedauerlicherweise wurde von anderer Seite versucht, bereits im Vorfeld Stimmung gegen das Kulturfestival und die kurdische Gemeinde zu erzeugen. Die Polizei kündigte an, sich mit großem Aufgebot auf „Auseinandersetzungen mit Türken“ vorzubereiten. Dabei waren alle vorangegangenen neunzehn Kulturfestivals friedlich verlaufen. Auch das Festival in Mannheim blieb friedlich bis zu dem Zeitpunkt, als Polizisten versuchten, einem 12 jährigen Jungen eine verbotene Fahne zu entreißen, und bei seiner Verfolgung in die Menschenmenge stürmten. Dieses Verhalten der Polizei war ausschlaggebend für die anschließenden Auseinandersetzungen mit FestivalbesucherInnen.
Die Polizeikräfte vor Ort ließen keine Absicht zur Deeskalation erkennen und verweigerten auch jede Zusammenarbeit mit den Veranstaltern zur Beruhigung der Situation.

Die Folge ist eine weitere Kriminalisierung der kurdischen Bevölkerung. Mit den Schlagzeilen „Kurden-Krawalle“, „Kurdenrandale“, „Kurden-Gewalt“ und einer einseitigen, weil nur auf Polizeiquellen beruhenden Berichterstattung haben zahlreiche Medien die KurdInnen tagelang als gewalttätig diffamiert.
Wir machen diese Art Journalismus dafür verantwortlich, dass die Ausgrenzung gegenüber KurdInnen wächst und dass bei Yek-Kom anschließend zahllose E-Mails eingingen, die uns aufforderten, Deutschland zu verlassen. Wir stellen fest, dass KurdInnen als Gefahr für die Sicherheit diffamiert werden.

Statt Lösung und Dialog drohen noch mehr Verbote. Mit Entsetzen verfolgen wir die Diskussion über weitere Einschränkungen der Versammlungsfreiheit für kurdische Veranstaltungen. Auch die Debatte im baden-württembergischen Landtag am 26. September drehte sich wieder nur um „kurdisch-türkische Kämpfe“ und darum, „Probleme anderer Länder hier auszutragen“. Eine Politik aus Verbotsmentalität löst keine Probleme, weil sie nicht über die Ursachen diskutiert und nicht alle Beteiligten mit einbezieht.
Wir haben mehrfach erklärt, dass das Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und alle damit begründeten Verbote das Leben und die demokratische Teilhabe der KurdInnen in Deutschland erheblich erschweren.

Regelmäßig fordert die türkische Regierung von Deutschland, Maßnahmen gegen die PKK – und damit gegen die KurdInnen – zu ergreifen. Wir sehen den Einfluss dieser Forderungen in der deutschen Politik. Auch im Vorfeld unseres Kulturfestivals konnten wir beobachten, dass die türkische Lobby vom baden-württembergischen Innenministerium und vom Polizeipräsidium Mannheim das Verbot der Veranstaltung forderte. Und die Polizei setzte anschließend Verbote gegenüber unseren FestivalbesucherInnen durch – mit den bekannten Folgen.

Wir widersprechen der Integrationsministerin von Baden-Württemberg, wenn sie in Bezug auf die kurdische Gemeinde behauptet: „Einige Minderheitengruppen versuchen, ihre Konflikte aus dem Herkunftsland hier auszutragen, teilweise auch mit Gewalt.“ Es sind nicht die KurdInnen, sondern es ist die türkische Lobby, die versucht, die antidemokratische Verbots- und Verfolgungspolitik der Türkei in Deutschland durchzusetzen. Warum werden gegen die Provokationen von türkischen Rassisten gegen kurdische Versammlungen bis heute keine Maßnahmen unternommen, und stattdessen immer die KurdInnen als die Schuldigen dargestellt?

Demokratie muss für alle gelten. Die KurdInnen in Deutschland besitzen das gleiche Recht auf Anerkennung, Organisierung und Versammlungsfreiheit wie alle anderen Bevölkerungsgruppen.
Wir fordern für die kurdische Bevölkerung nicht mehr Rechte ein als für andere. Eine Verbotspolitik, die jede kurdische Aktivität als Sicherheitsrisiko kriminalisiert, ist nicht hinzunehmen.

Die Föderation YeK-Kom appelliert an den baden-württembergischen Innenminister, sich nicht von der rassistischen und faschistischen Lobbypolitik des türkischen Staates instrumentalisieren zu lassen. Wir bestehen auf der im Grundgesetz verankerten Versammlungsfreiheit als Eckpfeiler einer demokratischen Gesellschaftsordnung.

Wir appellieren an alle JournalistInnen, die einseitige Berichterstattung gegen die kurdische Bevölkerung einzustellen und stattdessen objektiv und wahrheitsgemäß zu berichten.

Wir fordern:
Kontakt statt Ausgrenzung!
Dialog statt Ignoranz!
Freiheit statt Verbote!

08.10.2012, Düsseldorf
YEK-KOM – Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.

YXK Marburg stellt sich vor

★ YXK-Marburg stellt sich vor ★

Hast Du Lust die kurdische Sprache zu lernen oder dich mit den Kulturen Kurdistans zu beschäftigen? Möchtest du die kurdische Frage verstehen und über sie diskutieren? Willst du dich mit anderen kurdischen und internationalen Studierenden zusammentun, um gemeinsam im Bezug zur kurdischen und anderen gesellschaftlichen und kulturellen Fragen etwas zu unternehmen?

Dann komm doch zum Vorstellungsabend der Marburger Ortsgruppe des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan (YXK)!

★ am 25. Oktober 2012 (Donnerstag) ★
★ um 18.00 Uhr ★
★ im Bistro unter der Mensa (Erlenring 5, Marburg) ★

Im Verband der Studierenden aus Kurdistan (Yekîtiya Xwendekarên Kurdistan – YXK) kommen kurdische und internationale Studierende und junge Lernende zusammen, um vor allem die kurdische Frage in die europäische Öffentlichkeit und besonders an die Hochschulen zu tragen.

Zu diesem Zweck veranstaltet die YXK Vorträge, Filmvorführungen, Kulturabende, Lesekreise, Seminare, Studienreisen, Sportveranstaltungen, Buchlesungen, Volksküchen, Kurdisch-Kurse, Literaturwettbewerbe, Filmfestivals, Theatervorführungen, Musik-Kurse, Kundgebungen, Hausaufgabenhilfen und vieles, vieles mehr…

Die YXK-Marburg engagiert sich seit einigen Jahren für eine demokratisch-politische Lösung der kurdischen Frage und über das Thema Kurdistan hinaus in vielen verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Bereichen. Die Gruppe ist sehr bunt und steht jedem/ jeder Interessierten offen. Um sich vorzustellen und einer Diskussion über sich selbst Raum zu bieten, lädt die YXK-Marburg zu einem Vorstellungsabend.

Wenn Du also Interesse an der YXK hast, komm doch an unserem Vorstellungsabend vorbei und lern uns einfach kennen.
Du erreichst uns auch über unsere Homepage (yxkmarburg.blogsport.de), über Facebook (facebook.com/yxkmarburg)
oder per Mail (yxkmarburg08@gmail.com).

Pressemitteilung: Mehr als 200 Vereine und Verbände fordern Gleichstellung

Petitionsausschuss des Bundestags berät am 15. Oktober über eine Petition kurdischer MigrantInnen

Am 15. Oktober 2012 berät der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mittels einer Anhörung über eine von mehr als 200 Verbänden unterstützte Petition zur Gleichstellung der kurdischen MigrantInnen.

Ziel der Petition ist die Gleichstellung der in Deutschland lebenden KurdInnen mit anderen MigrantInnengruppen zu erreichen bzw. die Anerkennung der kurdischen MigrantInnen als eigenständige Einwanderergruppe durchzusetzen. Nach mehr als fünfzig Jahren Migration leben heute rund eine Million KurdInnen in Deutschland. Die KurdInnen sind eine der größten MigrantInnengruppen in der Bundesrepublik, werden jedoch nicht als eigenständige MigrantInnengruppe anerkannt, da sie in der Regel den Staaten zugeordnet werden, aus denen sie kamen oder geflohen sind. Dadurch haben sie keinen Zugang zu fundamentalen Rechten, wie z.B. der Teilhabe an spezifischen Integrationsmaßnahmen u.v.m.

Zur Unterstützung der Kampagne wurden vom 01. bis 15. September 2011 mehr als 50.000 Unterschriften in Form von Postkarten gesammelt und beim Petitionsausschuss des Bundestags eingereicht. Während zu Beginn 40 Vereine und Verbände das Anliegen unterstützten, sind es mittlerweile mehr als 200 – darunter sämtliche kurdischen Verbände unterschiedlicher politischer, weltanschaulicher und religiöser Ausrichtung aus allen Teilen Kurdistans, sowie zahlreiche Verbände der AlevitInnen, der YezidInnen, der ArmenierInnen, der MuslimInnen und der AssyrerInnen. Auch eine Vielzahl türkischer Verbände und andere MigrantInnenverbände sowie Menschenrechtsorganisationen aus der Bundesrepublik, wie z.B. die Internationale Liga der Menschenrechte, unterstützen die Petition.

Der bekannte türkische Schriftsteller und Soziologe Ismail Beşikçi, ParlamentarierInnen der Autonomen Region Kurdistans (Nordirak), Abgeordnete der Türkischen Nationalversammlung, Bundestagsabgeordnete und weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben Briefe an die Vorsitzende des Petitionsausschusses gesandt und sich dafür eingesetzt, dass positiv über die berechtigten Forderungen entschieden wird.

Inhalte der Petition sind neben der Forderung nach muttersprachlichem Unterricht und Beratungsangeboten u.a. die Anerkennung des von der UNESCO zum Weltkulturerbe gezählten Newroz-Festes als Feiertag, die Aufnahme von VertreterInnen der kurdischen Vereine in den Bundesbeirat für Integration, die Beendigung der Abschiebepraxis, die Aufhebung des PKK-Verbots sowie die Forderung, dass die Bundesregierung sich für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage einsetzen möge. „Die Anerkennung unserer Forderungen zur Gleichstellung der kurdischen MigrantInnen wäre ein positives Signal und ein wichtiger Schritt, um rund einer Million KurdInnen die Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft zu erleichtern. Auch eine friedliche und demokratische Lösung der kurdischen Frage in der Türkei würde dadurch positiv beeinflusst“, erklärt dazu Yüksel Koc, der Vorsitzende des Dachverbandes YEK-KOM.

Die Sitzung des Petitionsausschusses am 15. Oktober 2012 findet im Deutschen Bundestag, Sitzungssaal 3101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses statt und ist öffentlich. Für VertreterInnen der Presse sind ausreichend Plätze vorhanden.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne der Vorsitzende des Dachverbands der kurdischen Vereine in Deutschland, Herr Yüksel Koc unter der Telefonnummer 0173-8244709 zur Verfügung

Unterzeichnerinnen / Unterzeichner:
Vereine und Verbände: YEK-KOM e.V. – Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland, ATIF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Deutschland e.V. , AGIF – Föderation der Arbeiterimmigrant /innen in Deutschland e.V., Cenî – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V., Kurdisches Institut in Deutschland, FKE – Föderation der Yezidischen Vereine e.V., CÎK – Föderation der Kurdischen Muslimischen Gemeinschaften in Europa e.V, FEDA – Föderation der Demokratischen Alewiten e.V., KURD-AKAD – Netzwerk Kurdischer AkademikerInnen e.V., TÜDAY – Menschenrechtsverein Türkei/Deutschland e. V., YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e. V., Zentralverband der Assyrischen Vereinigungen in Deutschland und europ. Sektionen/ZAVD, YEKMAL e.V. – Kurdischer Elternverein, Der Europäische Friedensrat Türkei/Kurdistan, Kurdische Gemeinde zu Berlin-Brandenburg e.V., YMK – Verein der Kurdischen Lehrer in Europa e.V. , Volksrat der Eelam Tamilen in Deutschland , The VOICE Refugee Forum , , , ,Karawane für die Rechte von Flüchtlinge und Migranten , Kurdische Frauen im Exil e.V. , European – Kurdisstan Green Organizationn , Deutsche Kurdische Kultur bun e.V., Kultur Kreis Kurdistan e.V. Karlsruhe, DIDF – Föderation demokratischer Arbeitervereine, Kurdische Gemeinde Fulda e.V, Kurdistans Volkshaus e.V. / Berlin und Hamburg, AABF-Alevitische Gemeinde Deutschland e.V., HEVKAR e.V, Deutsch-Kurdische-Gesellschaft Gießen e.V., Kurdische Gemeinde in Deutschland e.V., IVK-Islamische Verin Kurdistan e.V. , Kurdische Zentrum e.V. Berlin , Dersim-Gesellschaft für Wiederaufbau.e.V., FPPK- Föderation der Politischen Gefangenen in Kurdistan, BAGIF-der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigratenvearbende in Deutschland, Internationale Liga für Menschenrechte, Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine in Deutschland , Verband der , Griechischen Gemeinden in Deutschland , Zentralrat der Armenier in Deutschland e.V.. , Zentralrat der Serben in Deutschland , Kurdische Gemeinde in Deutschland , Bundesverband der Portugiesischen Vereine in Deutschland ,Vietnamesische interkulturelle Fraueninitiative in Deutschland , Civaka Azad -Kurdisches Zentrum Öffentlichkeitsarbeit e.V , ISKU-Informationsstelle Kurdistan e.V., Tatort Kurdistan, IVK-Islamische Verin Kurdistan e.V. , , Kurdische Zentrum e.V. Berlin , Dersim-Gesellschaft für Wiederaufbau.e.V.,Allmende e.V., AWADANI e.V, DES-DAN e.V., Deutsch-Mesopotamisches Bildungszentrum e.V., Ibrahim Xelil Moschee e.V., Das Institut für Sprache und Kultur der Kirmanc (Zaza) – IKK e.V., Kurdische Frauen im Exil e.V., Kurdische Frauen Initiative in Berlin & Brandenburg, Kurdische Gemeinde zu Berlin- Brandenburg e.V., Kurdisches Zentrum e.V., Mala Gelê Kurdistan Berlin e.V., Mesopotamien Moschee e.V., OMEYRA e.V., Soziales und Organisatorisches Zentrum für Kurden – Sozk e.V. , Verein der Internationalen Freundschaft und Solidarität e.V. , Union kurdischer Studenten- YXK e.V, Anna Fatma Dergahi e.V in Berlin, AHDK Berlin, BIR-KAR Berlin, Özgürluk ve emek Cepaci Berlin, Kurdistans Volkshaus Hamburg e.V., , KOMKAR – Hamburg; Kurdische Deutsche Freundschaft e.V., HEVKAR Hamburg e.V.; Arbeitervereine Kurdistans e.V.; Hevkar-jugendgruppe e.V., Kurdisch- und Deutsche Kulturzentrum e.V., YXK Hamburg e.V., Demokratische Gerechtigkeit Federation Deutschland ( ADHF ), Kultur und Solidaritätsverein e.V., Club der kurdischen Schriftsteller und Künstler e.V., BIZ Internationales Forum e.V., Nujiyan Frauzentrum e,V., FC Kudistan Welat spor e.V, Moscheeverin Mizgetta Seh Said e.V., Kurdische Elternratsinstiative YEK-MAL e.V., Fderverein Karakocan e.V., Denge Theater, 3. Generation e.V, Kurdistan-Hilfe e.V., Komciwan/Jugendgruppe e.V., Intergrationszentrum Hamburg e.V., Mut Theater e.V., Kurdistan-Volkshaus Hannover e.V. / -Mala Gel- , Dt.-Kurd.- Freundschaftsverein Hildesheim e.V., Medya Kulturzentrum e.V. Lohne/Vechta ,AMED Kurd. Kulturverein Peine e.V., Kurdischer Kulturzentrum Salzgitter e.V., Ges Sport-Club Hannover e.V. ,Interkulturelles Jugendforum Hannover e.V., Inter-Burgdorf Sport e.V., Ezidisches Kultur-Zentrum in Celle und Umgebung e.V , Einheit der Jugendlichen der Şerfedin in Sulingen e.V, Ezidisches Kultur-Zentrum Heide-Kreis und Umgebung e.V, Ezidisches Kultur-Zentrum in Peine und Umgebung e.V, Ezidisches Kultur-Zentrum in Burgdorf und Umgebung e.V, Ezidischer Kultur-Verein Hameln und Umgebung e. V.. Ezidisches Kultur-Zentrum in Hannover und Umgebung e.V., SV Inter-Komata Nienburg e.V., Kurdischer Kultur-Verein Osnabrück e.V. SV Ciwan-Sport Walsro,de e.V., Medya Kultur-Verein Nienburg e.V., SV Dicle Celle e.V., SV Firat Bergen e.V. ,SV Mardin Sulingen e.V., Kurdisch islamische verein salzgitter e.V., SV Newroz spor Hildesheim e.V., Internationale Freundschaft und Solidaritätsverein in Frankfurt, Yenig Kulturzentrum e.V. Nurnberg, Arbeiter, Jugend und Kultur Verein e.V. in Ulm , Internationale Freundschaft und Solidaritätsverein in Mannheim, , D-Kurd-Gesellschaft Kiel und Umgebung, Mesopot -Kulturhaus in Halle/Saale, Birati e. V. in Bremen, Verein der Kurdischen Lehrer in Europa e.V. Vertretung in Bremen, Ezidisches Kultur Zentrum in Bremen und Umgebung e.V., Kurdischer Sportsverein MED e. V. in Bremen, Sportsverein KURDSPOR e. V. Bremen, Said-・Kurd・Moschee e. V. Bremen, Zentrum für Beratung und Integration kurdischer Migranten e. V. Bremen, Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. Ortsgruppe Bremen, Alevitische Gemeinde Bremen und Umgebung e.V., Kurdisch-Deutscher Gemeinschaftsverein e. V. in Bremerhaven,, Yaşanacak Dünya Gazetesi , Alternatife Lebens Hilfe (ALY)e.V, Yaşamevi, Ulm: Arbeiter, Jugend und Kultur Verein e.V., Mannheim: Internationale Freundschaft und Solidaritätsverein Mannheim, Stuttgart: Gik-Der (Immigrantenarbeiter Kulturverein), Kurdistan information und kulturverein e.V. Ulm, Mesopotamischer Anadolu kulturverein e.V. Lahr, Demokratische Kulturverein e.V. Freiburg, Deutsch-Kurdischer Freundschaftsverein e.V. Heidenheim, Kurdischer Kulturverein e.V. Reutlingen-Tübingen, Kurdischer Elternrat e.V. Pforzheim, Kurdisch-Deutscher Freundschaftsverein e.V. Esslingen, Mesopotamischer kulturverein e.V. Stuttgart, Deutsch-Kurdischer Gesellschaft Verein e.V. Friedrichshafen, Kurdische Gemeinschafts e.V. Heilbronn, Gebetshaus Selahaddin Eyyubi- Verein der Glaubigen aus Kurdistan e.V. Pforzheim, Scheich Said Moschee e.V. Esslingen, Anatolische Aleviten Kultur Zentrum e.V. Bruchsal, Intiative zur Integration Kurdischer Migranten in Heidelberg e.V., Irakisches Kurdisches Deutsches Zentrum (I.K.D.Z) e.V. Heilbronn, Kurdische Gemeinde Stuttgart e.V, Irakischer Immigranten Rat(Baden-Würtemberg & Rheiland-Pfalz), .Kurmes Verein e.V. Stuttgart , .Dersim Initiative Europa (Avrupa Dersim Inisiyatifi), Dersimspor Ludwigsburg e.V., Reed Kunst Künstler und Intellektuellen Kollektiv Europa e.V. 25. Föderation für Demokratische in Deutschland (ADHF), Yasanacak Dünya Stuttgart (Lebenswerte Welt), Islamische Gesellschaft Kurdistan-Gebetshaus Sey Sait Heilbronn e.V, Tohum Kultur Verein e.V Ulm, Tohum Kultur Verein e.V Stuttgart, Schöneberg Kurdische Gemeinde e.V. , Kamyra e.v., , Kulturverein Mesopotamien (KVM) e.V., Initiative zur Rettung von Hasankeyf – Thrüringer Gruppe, Mezopotamischer Kulturverein e.V. , Mizgefta Ehmede Xani e.V., Newroz FCV e.V. , Medya Volkshaus e.V. -Nürnberg , Akademiya Tigris Ingolstadt, Internationales Kulturzentrum e. v. Aschaffenburg , Kurdistan Informasyons und Beratungszendrum e.v. Darmstadt, Mezomotamia Kultur Zentrum Frankfurt , Mezomotamia Kultur Zentrum Giessen, Kurdisches Kultur Zentrum Hanau e.V. Hanau, Kurdische Kultur Haus e.V. Rüsselsheim , Köln Multikulturverein e.V.- Köln, Jugend- und Kulturverein e.V. – Duisburg, Multikultureller Verein für Völkerverständigung – Köln, Bildungs – und Kulturzentrum Bergisch Gladbach e.V. – Bergisch Gladbach, Kurdisches Volkshaus e.V. – Aachen, Kurdistan Zentrum e.V. – Bielefeld, Dt.-Kurd.-Solidaritätsverein e.V.-Bochum, Brati e.V.- Bonn, Dt.-Kurd.- Solidaritätsverein e.V.- Dortmund, Navenda Canda Kurdan e.V. – Düsseldorf, Kurdistan Solidaritätszentrum e.V. – Duisburg, Kurdisches Kulturhaus e.V.- Düren, Dt.-Kurd.- Solidaritätsverein e.V.- Essen, Kurdischer Kultur u. Sportverein e.V.- Gummersbach, Kurdischer Kulturverein e.V.- Hagen, Mala Kurdan e.V.- Köln, Mesop.- Jugendhaus e.V.- Leverkusen, Welate Roj e.V.- Mönchengladbach, Internationales Kulturzentrum e.V.- Troisdorf, Viyan Kurdischer Frauenverein e.V.- Wuppertal, Kurdisches Frauen Center. Gfc 99 Düren Fußball Verband, Stadtverband DIE LINKE Düren, Navend – Zentrum für Kurdische Studien e.V., SV.Botan Köln e.V., AV-KAR e.V (Avrupa Karerliler Dernegi ) Verein der Auswanderer aus Karer in Europa e.V, Heyva Sor a Kurdistanê e.V. (Kurdischer Roter Halbmond), Migrantennetzwerk der CDU im Stadtverband Düren, Alevitische Gemeinde Düren und Umgebung e.V., Ortsgruppe YXK Düsseldorf , Islamisch Kurdischen Moschee in Altendorfer, Kurdischen Islamisch Moschee in Bielefeld, Islamisch Kurdisch Gemeinde eV Dortmund, Bingöl Kultur Vereine Moschee in Essen, Islamisch Kurdische Gemeinde e.V. Meschede, Kurdisches Islamische Zentrum eV in Hagen, YXK Bielefeld, Deutsch Kurdisch ROJ SV in Osnabrück, YEK Spor Bildfeld, Tamilischer Kulturvereine e.V. Dortmund , Vereine zur Förderung des interkulturellen Eltern Netzwerkes Dortmund , Alevitisches Kulturzentrum Umgebung e.V. Dortmund , FC .ROJ e.V. Dortmund, Ceni – Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V, Lazebura e.V Dortmund , FC Desten Aachen, SV Munzur Spor Aachen, Verein Piran Suleymania-Irak, Föderation der Frauen Kurdistans Suleymania/Irak, WAFDI-Womens Aliance for Democratic Iraq, DHRD-Democrasy and Human Rights Development Centre Irak, AYNDA-Kurdistan Future Partiy Irak, Al-Amal Association Kirkuk Iraq,

Persönlichkeiten:
Ahmet Aktas (Schriftsteller); Ahmet Kahraman (Journalist & Schriftsteller); Akram Hidou (Regisseur); Priv-Doz. Dr. Alexander Frhr. von Pechmann; Ali Dagdeviren (Schriftsteller); Ali Ihsan Dogan (Sänger); Ali Ikizer (Musiker);, Alin (Sängerin); Andulkadir Ulumaskan (Lehrer); Annett Winkler; Armanc Egîd Nêrweyî (Journalist, Wochenzeitung Rudaw); Aysel Uzun; Azad Özer (Tourismus); Bayram Ayaz (Lehrer); Cahit Mervan (Journalist); Cewat Merwanî (Sänger); Cömert (Sänger); Delil Dilanar (Künstler); Deniz Deman (Sängerin); Diyar (Sänger); Ebrahim Farshy (Schriftsteller & Theaterpädagoge); Engin Erkiner (Schriftsteller); Eylem (Sängerin); Fadil Özçelik (Journalist); Fayad Osman (Journalist, Dolmetscher & Übersetzer); Feqîr Ehmed Çelîkaslan (Dichter); Ferhad Feqi (Schauspieler); Fevzi Özmen (Schriftsteller); Fuat Kav (Journalist, Schriftsteller); Dr. Gundî Dilberz (Historiker und Schriftsteller); Günay Aslan (Journalist); Hakan Sirmasac (Diplom-Kaufmann und Geprüfter Bilanzbuchhalter);; Hasan Dere; Hasan Hüseyin Deveci (Freischaffender Künstler/Kunstpädagoge und Künstlericher Berater der Le Monde Diplomatique Kurdî); Hasan Taþkale (Lehrer); Hasim Hajy (Sozailarbeiter & Dolmetscher); Haydar Isik (Schriftsteller); Hekim Sefkan (Sänger); Helim Yusiv (Schriftsteller, Sprach und Integrationsmittler); Hemres Çelikaslan (Ingenieur); Hikmet Serbilind (Generalsekretär Islamischen Partei Kurdistan, PÎK) ; Hozan Serdar (Sänger); Hülya Engin (Übersetzerin/Dozentin); Hüseyin Ciftci (Musiker); Hüseyin Yildiz (Sprecher des Friedensrats in Bielefeld); Imam Akin; Ýrfan Cüre (Schriftsteller); Kemal Ceylan (Musiker); Kemal Uzun (Erziehungswissenschaftler); Kenan Azizoglu (Journalist); Kenan Kisaer (Schauspieler & Regiesseur); Koma Siyabend (Musikband); Leman Stein (Künstlerin); M. Nureddin Yekta (Schriftsteller); Maki Revend (Goran Bewegung); Magied Hasso Murad (Schriftsteller); Mansour Shamsipour (Ph.D Student in Epidemiologie); Mazlum Adibelli (Musiker); Mehmet Atac (Familientherapeut, Fachberater für Psychotraumatologie); Mehmet Özgül (Schriftsteller); Mehmet Sebatli (Journalist); Mehmet Tanriverdi (Präsident der BAGIV); Mehmet Yapistiran (Musiker); Melaike Alam Huli ; Memo Gül (Musiker); Memo Þahin (Friedens- u. Menschenrechtsaktivist); Merdan (Musiker); Miraz Bezar (Regiesseur); Mîrhem Yigît (Kurdisches Institut in Deutschland, Schriftsteller); Mohamed Celki (Schriftsteller & Literaturkritiker); Munzur Çem (Schriftsteller); Musa Abdulkadir (Schriftsteller); Dr. Nebi Kesen (Steuerberater und Hochschuldozent); Necati Akýn (Menschenrechtsaktivist); Nihal Bayram (Journalistin); Nina Vasquez (Ärztin); Nuh Ateþ (Schriftsteller & Redaktion von Bîrnebûn)); Nuray Sahin (Regiesseurin & Schauspielerin); Oktay Uzun (Rechtsanwalt); Peywan Arjîn (Sänger); Qûdbedîn Oezer (Kultur Kreis Kurdistan e.V. Karlsruhe, Journalist); Ramazan Tekin (Ehem. Stellvertretender Oberbürgermeister Diyarbakir); Reza Menucheri; Rodi Baz (Journalist & Schriftsteller); Rojwan Tolhildan; Prof. Dr. Roland Mönch; Sakir Bilgin (Schriftsteller); Sakir Xebat (Schriftsteller); Selim Ferat (Schriftsteller); Sengül (Sängerin); Serhad Bucak (Rechtsanwalt, Journalist); Serhat Karakas (Sänger); Simar (Sänger); Sipan Xelat (Sänger); Siyar Munzur (Sänger); Sosin (Sängerin); Sükrü Tabak (Sprecher des Friedensrats in Stuttgart); Süleyman Deveci (Schriftsteller); Sultan Golabi (Vertreter der Demokratischen Partei Kurdistan (Iran) in Deutschland); Tarek Ahmo (Journalist); Vahit Duran (Vorsitzender, Deutsch-Kurdische Gesellschaft e.V); Vedat Akter (Dipl. Volkswirt, Portfoliomanager); Xemgîn Bîrhat (Sänger); Yüksel Yavuz (Regisseur & Autor); Zerdeþt Haco (Präsident Kurdisches PEN-Zentrum); Zülfiye Akkulak (Filmproduzentin) Fred Kessel, Mitglied des Vorstandes „Migrantennetzwerk der CDU im Stadtverband Düren“, Mitglied der CDU Fraktion des Kreistages Düren, Murat Alpavut (Journalist), Hasan Demir (Alfa Pack GmbH), Deniz Ciftci (GAP Transport GmbH), Naim KIlic (Dem Dönerproduktion), Necmettin Önal (Önal Transport GmbH), Sahin Servan Coban (Altat GmbH), Evin Gedik (Mosaik Travel Tours), Naim Kurdi (Alan Fleisch), Hüseyin Dogan (Perpack), Imam Mersin ( Dilem), Cemil Tagay (Alfa Pack Gastronomi Bedarf), Ismet Kem (Vorsitzender von KON-KURD), Nülifer koc (KNK), Songul Karabulut(KNK), Muzaffer Ayata (Schriftsteller); Özgür Reçberlik (Chefredakteur von Tageszeitung Yeni Özür Politika, Frankfurt a.M.) Mehmet Tosun (PIT)

MandatsträgerInnen (derzeit bzw. ehemalige): Ali Atalan ehem.Abgeordneter Landtag NRW DIE LINKE; Cansu Özdemir Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft DIE LINKE; Rıza Baran ehem. Mitglied im Abgeordnetenhaus Berlin Bündnis 90-Die Grünen; Mehmet Ali Seyrek Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft SPD; Yılmaz Mutlu Mitglied im Stadtrat Cloppenburg FDP; Mehmet Yıldız Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft DIE LINKE; Civar Akad Mitglied im Stadtrat Göttingen DIE LINKE ; Feleknas Uca ehem. Mitglied des Europaparlaments DIE LINKE; Rezan Uca Mitglied im Kreistag Celle FDP; Dündar Kelloğlu stellvertr. Bürgermeister in Lehrte Bündnis 90-Die Grünen; Hamide Akbayır ehem. Mitglied im Landtag NRW DIE LINKE; Ahmet Elik Mitglied im Stadtrat Wunstorf DIE LINKE, Mazlum Koç Mitglied im Beirat Woltmershausen-Bremen DIE LINKE; Gülseren Demirel Stadträtin München Die Grünen – rosa liste; Ersin Sirmasac Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach; Orhan Akman Mitglied im Stadtrat München

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter: Zeynep Bicici IG-Bau Duisburg, Süleyman Ates, GEW Köln, Orhan Akman Ver.di München, Bernd Hanneman Ver.di Frankfurt, A.Ekber Kosan IG-Bau Gelsenkirchen, Reinhard Heck GEW Frankfurt, Andreas Singendonk IG-Bau Dortmund, Adnan Yildirim GEW Frankfurt, Helmut Weiss Ver.di Dortmund, Jaffrey Raffo Ver.di Dortmund, Turabi Karabulut Transnet Dortmund, Mehmet Ali Ates- Köln, GEW, Hüseyin Karabulut Ford-IGMetall, Ali Dagdeviren GEW Dortmund, Mehmet Tuncel GEW Rheinland Pfalz, Zeynep Dere Ver.di Düsseldorf, Süleyman Gürcan IG-Bau Thyssen Düsseldorf, Wilhelm Frohn Ver.di Nord Hessen, Dr. Nikolaus Brauns Ver.di Berlin, Kali Dogan NGG Dortmund, Garip Tercan IG Metall Kassel, Dimitrios Konstantinidis GEW Leichlingen, Elena Lozarida GEW Leichlingen, Murat Cakir Ver.di Frankfurt, Ali Kahraman NGG Aachen, Sevinc Yildirim Ver.di Dortmund, Werner Wiertgen Ver.di Duisburg, Marc Mulia GEW Duisburg, Hüseyin Bilecan IG Metall Dortmund, Bülent Köroglu IG Metall Nürnberg

Neuerscheinung: Widerstand und gelebte Utopien

Widerstand und gelebte Utopien
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan
(Mesopotamien Verlag) ISBN: 978-3-941012-61-5
Paperback, 592 S., 22,0 × 15,0 cm, 15 €

„Widerstand und gelebte Utopien“ basiert auf zahlreichen Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderweitig aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung geführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, in der die kurdische Bewegung zwischen dem Aufbau einer alternativen Gesellschaft und dem Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten stand. Auf verschiedenen Reisen führten Frauen aus Westeuropa diese Interviews im Flüchtlingscamp Mexmûr, in Städten Südkurdistans, in den Bergen im Gebiet Kandil und der Medya Verteidigungsgebiete. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie der kurdischen Frauenbewegung sowie das neue Paradigma des Demokratischen Konföderalismus für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft. In diesem Kontext werden die verschiedenen Organisierungsformen und Kämpfe der Frauenbefreiungsbewegung und die praktische Umsetzung des Demokratischen Konföderalismus vorgestellt. In den Interviews wird deutlich, dass die Stärkung des internationalistischen Frauenbefreiungskampfes und eine autonome Frauenorganisierung nach wie vor notwendig und eine Voraussetzung für den Aufbau einer freien Gesellschaft sind. In diesem Sinne gibt das Buch all denjenigen Frauen und Frauenorganisationen neue Anregungen, die auf der Suche nach einem Leben in Freiheit sind.