Archiv für November 2012

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November 1960 wurden drei dominikanische Schwestern (Minerva, Patria und Maria Teresia Mirabal), von Soldaten des ehemaligen Diktators Trujilo verschleppt, vergewaltigt und ermordet.Die Schwestern galten als die treibende Kraft der Opposition, die den Sturz des Diktators in Absicht hatten. Empört über den Tod der Mirabals wurde ihr Todestag von der feministischen Bewegung Lateinamerikas zum –Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen- deklariert. Erst im Jahre 1999 wurde der Tag von den Vereinten Nationen anerkannt und seither werden Frauen weltweit zur Aktion aufgerufen.

Der alljährliche am 25.November stattfindende internationale Tag, richtet sich primär gegen jegliche Art der Gewalt, sei es physisch, oder psychologisch an Frauen.

Der seit 1981 organisierte Tag wird jedes Jahr veranstaltet, um die Pflicht der Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen zu thematisieren und das Frauenrecht zu stärken.

Mit unseren Veranstaltungen möchten wir, im Namen der YXK, dem Verband der Studierenden aus Kurdistan, nicht nur über diesen Tag aufklären, sondern kommen auch unserer moralischen Pflicht nach, unseren Beitrag für eine Zukunft zu leisten, in der Frauen keine Angst mehr vor Gewalttaten haben müssen.

- Denn bis zu 70% aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalttaten.
- Es wird angenommen, dass weltweit eine von fünf Frauen im Laufe ihres Lebens Opfer einer Vergewaltigung wird.
- Von Großmütttern bis zu Kleinkindern fallen immer wieder Frauen gewalttätigen sexuellen Angriffen durch Soldaten und Rebellen zum Opfer. Vergewaltigungen sind seit langer Zeit eine Kriegstaktik. In jedem Krieg wird in und nach bewaffneten Konflikten Gewalt gegen Frauen angewendet.
- Die Anwendung von Gewalt gegen Frauen in polizeilichem Gewahrsam ist weit verbreitet.
- Mehr als 130 Millionen Frauen wurden Opfer von Genitalverstümmlungen vor allem in Afrika und im Nahen Ostens.
- Weltweit sind jährlich mehr als 5.000 Frauen Opfer sogenannter Ehrenmorde.
- Viele Männer halten es für Selbstverständlich, das Leben ihrer Frauen zu kontrollieren.

Aus diesen Günden ist es um so wichtiger hinzuschauen und zu agieren.

Die YXK- der Verband der Studierenden aus Kurdistan veranstalten deutschlandweit im Rahmen des „ Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ Podiumsdiskussionen, Filmabende, Aktionen auf den Straßen mit Rollenspiel oder Flyerverteilen und Bilderausstellungen.

Gegen Genitalverstümmlungen, Ehrenmord und Vergewaltigung
Für ein freies Leben aller Menschen.
Für ein Leben in Frieden, Gerechtigkeit, Würde und Freiheit.

YXK – Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V.

Firatnews: YXK Marburg solidarisiert sich mit den Streikenden in Südeuropa

Marburg – Am Donnerstag wurde in Marburg eine Solidaritätskundgebung für die sich aus Protest gegen die europäische Sparpolitik im Generalstreik befindenden Aktivisten in Südeuropa abgehalten. Mehr als 100 Menschen nahmen an der Kundgebung auf dem Markzplatz teil.

Die Aktion wurde von dem „Krisenbündnis Marburg“, an dem sich auch die Marburger Ortsgruppe der YXK beteiligt organisiert. Bei der Kundgebung wurden neben der Rede der Partei „Die Linke“, des „DGB“ und weiteren linken Organisationen auch eine Rede der YXK vorgetragen.

Die YXK‘ler haben in ihrer Rede auf die Unterdrückung durch das türkische AKP-Regime und den Widerstand der Oppositionellen dagegen aufmerksam gemacht. In ihrer Rede brachten sie die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes aller Sozialisten, Arbeiter, Studierenden und Demokraten zur Sprache und führten weiter aus, dass Unterdrückung und Ausbeutung in allen Ländern der Welt dieselbe Farbe trage und die Einheit aller Unterdrückten und Ausgebeuteten die einzige Lösung dagegen wäre.

Die YXK‘ler haben während der Kundgebung dutzende Unterschriften im Rahmen der Internationalen Initiative Freiheit für Öcalan sammeln können.

Nach der Kundgebung haben die Teilnehmer eine spontane Demonstration zum Marburger Rudolphsplatz durchgeführt, an dem mehrere Leiharbeitsfirmen, sowie Banken ihren Sitz haben. Mit der Demonstration protestierten die Teilnehmer gegen deren Ausbeutungspolitik.

Der 14. November war von vielen europäischen Gewerkschaften zum Tag des Europäischen Generalstreiks ausgerufen.

Hier geht es zum kurdischen Originaltext:
YXK’ê li Marburgê piştgirî da çalakvanên başûrê Ewropa

Wahlen zum Autonomen Referat für Ausländische Studierende

Europaweiter Aktionstag für ein solidarisches Europa auch in Marburg


Pressemitteilung:

Am 14. November finden in mehreren europäischen Ländern Generalstreiks, Großdemonstrationen und Kundgebungen statt. Auch in Marburg wird es an diesem Tag eine Kundgebung um 15:30 Uhr auf dem Marktplatz geben.

Der Protest richtet sich gegen die autoritäre neoliberale Austeritätspolitik der TroikaDer Generalstreik in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Malta und Zypern ist ein wichtiger Schritt zu einem grenzüberschreitenden Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik der EZB, des IWFs und der EU-Kommission. Diese führt zu Arbeitslosigkeit, Armut und Verelendung. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und Griechenland ist über 50 Prozent gestiegen und mittlerweile sind über 20 Prozent der Menschen in Europa von Armut bedroht. Gleichzeitig führen die Instrumente dieser Krisenbearbeitung, Fiskalpakt und ESM, zu einer weiteren Aushöhlung der repräsentativen Demokratie.

An ihre Stelle treten Kontrolle und Eingriff nicht einmal mehr gewählter Institutionen. Große Teile der europäischen Bevölkerung wird ein kaputtsparen auferlegt, während andere darauf aufbauend Gewinne machen- Eine Abkehr vom Kurs wird dabei über gesetzliche Festschreibungen wie Fiskalpakt und Schuldenbremsen bereits beinahe verunmöglicht, wohlwissend, dass dieser Kurs auf kurz oder lang eine explosive Mischung darstellt. Ein soziales Europa sieht ganz anders aus.

Deshalb solidarisieren auch wir in Marburg uns mit den Streikenden in Südeuropa und setzen am 14. November um 15:30 Uhr ein Zeichen gegen das neoliberale Spardiktat der Troika.
Keine Zukunft ohne Solidarität!

13.11.2012

Pressekontakt:
Krisenbündnis Marburg
Frank Kleinert
krisemarburg@gmx.de
Weitere Infos unter:
www.krise-marburg.org/
www.blockupy-frankfurt.de/de/node/472

20. Hüseyin Çelebi Literaturpreisverleihung

Sehr geehrte Genossinnen und Genossen,

wir möchten euch herzlichst zur 20. Hüseyin Celebi Literaturpreisverleihung einladen.

Die Wurzeln dieses traditionellen Kurdischen Literaturwettbewerbs reichen bis in das Jahr 1992 zurück. Seitdem wird der Erzählungs- und Gedichtewettbewerb jedes Jahr, im Gedenken an unser Ehrenmitglied Hüseyin Çelebi, durchgeführt. So bildet auch das Jahr 2012 ein Jubiläumsjahr, zu der für alle Teilnehmenden der Veranstaltung ein besonderes Programm zusammengestellt wurde. Aus diesem Grund fällt die Wahl der Örtlichkeit auch auf Bochum, da an der Ruhr Universität Bochum die Geschichte des Verbandes der Studierenden aus Kurdistan, mit 75 Freunden seine Anfänge fand.

Vor allem die letzten Jahre zeichneten sich, sehr zur Freude der organisierenden GenossInnen, des Verbands der Studierenden aus Kurdistan e.V. , durch eine rege Teilnahme aus, aus der man nicht nur die überaus positive Rückmeldung der Teilnehmden empfing, sondern auch Kraft schöpft, um die Tradition dieser Veranstaltung weiter leben zu lassen.
Besonders erfreulich ist auch das anwachsende Interesse an kurdischer Literatur, die leider auch in ihrer Freiheit immer wieder in der Geschichte unter der politischen Situation leiden musste. Nichtsdestotrotz setzt sich die YXK, mit diesem Wettbewerb, für den Erhalt und der Pflege der kurdischen Literatur ein und möchte in diesem Zusammenhang einen Beitrag zur Weltliteratur leisten.

Die Sammlung der literarischen Werke im Rahmen des diesjährigen 20. Hüseyin Çelebi Erzählungs- und Gedichtewettbewerbs hat am 15. Juni begonnen und endete am 15. Oktober 2012. Für die Preisverleihung im Rahmen des 20. Hüseyin Çelebi Erzählungs- und Gedichtewettbewerbs findet am 17. November 2012 in Bochum eine große Veranstaltung, in Anwesenheit der Jurymitglieder und Öffentlichkeit statt.

Wir als YXK und Organisatoren des Wettbewerbes freuen uns auch in diesem Jahr wieder auf eine rege Teilnahme und wollen uns natürlich bei allen Teilnehmenden recht herzlich auch für die eingesendeten Werke bedanken!

Programm:
• Grup Bajar ( Kardeş Türküler)
• Hozan Cömert
• Grup Lilith
• Adnan Karim
• Preisverleihung- Xelatdayîn
• kurdische Blasinstrumente – Blur û Mey
• Theateraufführung – Şanoya Kurdî
• Gedichtvorträge – pêşkêş kirina Helbesta
• Diashow – sînevîzyon
• Grußworte der Gäste – axaftina Mêvana

Wo/Cîh:
AUDIMAX
der Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44801 Bochum

Wann/Dêm:
Samstag, den 17. November
Einlass: 15:00 Uhr
Beginn: 16:00 Uhr
Ende: 24:00 Uhr

Die Internetseite des Verbands der Studierenden aus Kurdistan – YXK
http://www.yxkonline.de/

Bündnis Studierende hinter Gittern zum Global Education Strike

Im Rahmen des Global Education Strike vom 14.-22. November setzen sich weltweit Studierende für freie und emanzipatorische Bildung ein. Wir als überwiegend Studierende und Jugendliche haben uns im Bündnis Studierende hinter Gittern vernetzt, um auf diejenigen Studierenden aufmerksam zu machen, die aufgrund eben solchen Engagements von Repression betroffen und sogar inhaftiert sind.

Für freie und emanzipatorische Bildung!
Freie und emanzipatorische Bildung ist Voraussetzung für eine freiheitliche Gesellschaft. Daher ist es nicht zuletzt Aufgabe der Studierenden und jungen Lernenden – als Teil der Gesellschaft – Bildung vor kapitalistischen und antidemokratischen Angriffen zu schützen und das bestehende Bildungssystem zu überwinden, sodass jedeR unabhängig von Herkunft, sozialer Stellung, Geschlecht oder anderer Identität an Bildung und der Gesellschaft teilhaben kann.

Wir sind nicht alle, es fehlen die Gefangenen!
Diejenigen Kräfte, welche bestehende Herrschaftsverhältnisse beibehalten und neue errichten wollen, sind sich der dynamischen und potentiell progressiven Rolle der Jugend in der Gesellschaft durchaus bewusst. Daher unterlassen sie es nicht, die Jugend – nicht zuletzt über ihre Bildung – zu entpolitisieren und engagierte Jugendliche zu verfolgen.

Die Lage der Studierenden in der Türkei und Nordkurdistan macht dies deutlich: sie stellen einen der fortschrittlichsten Teile der Gesellschaften der Türkei dar und sind offen für Veränderungen. Sie versuchen die Gesellschaft zu verändern, etwa mit den Forderungen nach Bildung in der eigenen Muttersprache oder die gleichberechtigte Teilhabe von Jungen und Mädchen an Bildung. Darüber hinaus setzen sie sich auch für eine freiheitliche Gesellschaft jenseits von Herrschaft und kapitalistischer Verwertungslogik → ein, indem sie sich selbst organisieren und zu den drängenden Fragen innerhalb der Gesellschaften der Türkei – etwa der kurdischen Frage oder dem allgemeinen Demokratie-Defizit – Stellung beziehen.

Die AKP-Regierung sieht darin eine Bedrohung der eigenen Macht und greift daher die Studierenden und Jugendlichen, wie alle anderen Teile der Opposition, gnadenlos an. Derzeit sitzen über 700 Studierende und OberstufenschülerInnen in türkischen Gefängnissen; 90% von ihnen sind kurdischer Identität. Tausende Studierende sind von Exmatrikulation und strafrechtlicher Verfolgung bedroht.

Diese Angriffe gegen die Gesellschaft werden als Kampf gegen den Terrorismus dargestellt, doch reihen sie sich ein in die
repressive Politik, mit der das momentan weltweit herrschende System Menschen angreift.

Ein Angriff? Ein Angriff des Systems!
In diesem Kontext begreifen wir auch die Politik der Regierungen der Nationalstaaten, welche versuchen, das
kapitalistische System durch die derzeitige Krise zu reproduzieren. Die Angriffe auf gesellschaftliche
Errungenschaften – nicht zuletzt gegen das Bildungssystem – und die Menschen an sich –
ArbeiterInnen, Frauen, Jugendliche etc. – vertiefen sich im Zuge dieser Politik.

If the kids are united…
Daher sehen wir es als Notwendigkeit an, dass sich Gruppen, Initiativen und Menschen, die in Opposition zum kapitalistischen System der Nationalstaaten stehen, vereinen, um gemeinsam Widerstand zu leisten.

Darum solidarisieren wir uns mit dem heutigen Generalstreik in Südeuropa, dem ersten seiner Art überhaupt: ein Zeichen der Ablehnung der kapitalistischen Krisenpolitik und ein Apell an die Menschen, zu kämpfen.

Wir rufen darüber hinaus Alle dazu auf, sich mit den von Repression betroffenen Studierenden hinter Gittern zu solidarisieren, sich in die Proteste für freie und emanzipatorische Bildung (im Rahmen des Global Education Strike) einzubringen und gegen die Politik der Herrschenden aufzustehen!

…they won‘t be defeted!

Freiheit für die inhaftierten Studierenden weltweit!
Für freie und emanzipatorische Bildung!
Für eine freiheitliche Gesellschaft!

Bündnis Studierende Hinter Gittern // 14. November 2012

Solidarität mit den Streikenden in Südeuropa!

Erstmals in der Geschichte der Europäischen Union finden am 14. November in Südeuropa mehrere Generalstreiks parallel zueinander statt. In Griechenland, Spanien, Portugal, Malta und Zypern gehen die Menschen auf die Straße, um Widerstand gegen die autoritäre Sparpolitik der Troika zu leisten. Erstmals ruft auch der Europäische Gewerkschaftsbund seine Mitgliedsgewerkschaften auf, an diesem Tag zu demonstrieren und sich mit den Streikenden in Südeuropa zu solidarisieren.

In diesem Zusammenhang rufen wir Dich auf, am 14.11.2012 in Marburg an Aktionen teilzunehmen, um den Betroffenen zu zeigen, sie in ihrem Kampf gegen die von der Troika diktierte Sparpolitik nicht alleine dastehen.

Soli-Aktionen in Marburg:

12 Uhr aktive Mittagspause – Universitätsklinikum (Lahnberge)
15.30 Uhr Solidaritätskundgebung – Marktplatz.
Mittels der Webcam am Marktplatz senden wir ein Zeichen der Solidarität direkt an die Kämpfenden in Südeuropa.
Im Anschluss finden noch dezentrale, kreative Aktionen statt.

Zur weiteren Planung der Soli-Aktionen laden wir dich am Montag, den 12.11. um 20 Uhr ins DGB-Haus ein!

*Mit Bitte um Weiterleitung*