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Stêrk TV berichtet von den 23. Hüseyin-Çelebi-Literaturpreisen

Stêrk TV berichtet mit einer Sondersendung von den 23. Hüseyin-Çelebi-literaturpreisen vom 17.10.2015 in Dortmund.

Bericht der Nachrichtenagentur Firat (ANF) über den Benefizabend

Benefizabend „Musik für Kobanê in Marburg

Am 6. Februar fand in Marburg mit mehr als 250 TeilnehmerInnen der Benefizabend „Musik für Kobanê“ statt. Zur Unterstützung Kobanês wurde von dem Marburger Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), Bündnis 90/ Die Grünen, die Linke, dem Motorradclub MC Kuhle Wampe, YXK Marburg und dem AStA ein Beitrag gespendet.

Der Benefizabend, der von der YXK Marburg und dem Solidaritätssbündnis Kurdistan organisiert wurde hat um 18:00 Uhr mit einem Vortrag über Rojava begonnen. Dr. Lokman Turgut, welcher mit einer Delegation aus Akademikern Rojava besucht hat, brachte die Entwicklungen und den Aufbau der demokratischen Autonomie zur Sprache. Er zeigte auf, das die basisdemokratischen Entscheidungen innerhalb der in Rojava praktizierten demokratischen Autonomie etwas Neues darstellen, da diese, ob wirtschaftliche oder politische, direkt vom Volk bestimmt werden.

Nach dem Vortrag haben die MusikerInnen und Gruppen Critical Degree, Fahrlässige Farbigkeit, Lale Koçgûn ûúnd Ensemble, Isla del Rio, DJ Fou-rieux und Die Janewayihre Musik auf der Bühne präsentiert.

Michael von dem Solidaritätsbündnis Kurdistan sagt, dass es ihnen wichtig war mit dem Benefizabend einen Dialog zwischen den Völkern herzustellen und kurdische mit nichtkurdischen Gruppen zusammenzubringen. „Deshalb war es uns im Rahmen aller Arbeiten, von den Gruppen innerhalb des Solidaritätsbündnisses bis zu den KünsterInnen, ein Gleichgewicht zwischen beiden Gruppen zu schaffen.“ Des Weiteren sei es wichtig gewesen die Diskussion über Kurdistan innerhalb der deutschen Linken voranzutreiben und die studentische Aufmerksamkeit auf Kobanê zu lenken.

Sabir, der Sprecher der YXK Marburg, führt weiter aus, dass die Spendeneinnahmen über den Heyva Sor a Kurdistanê (Roter Halbmond Kurdistan) nach Kobanê geschickt werden, da diese Hilfsorganisation ihre Wurzeln in der kurdischen Bevölkerung haben. Sie seien der Ansicht, dass der Heyva Sor a Kurdistanê die humanitäre Hilfe, die gerade in dieser Jahreszeit besonders wichtig ist am besten nach Kobanê bringen kann. Die Befreiung Kobanê habe die Lieferungen von Hilfen etwas dringlicher gemacht, da mit der Rückkehr der Bevölerung nun der Wiederaufbau vorangetrieben werden müsse.
Der Benefizabend wurde mit verschiedenen kurdischen und nichtkurdischen Tänzen bis 04:00 Uhr morgens fortgesetzt.

Li Marburgê şeva alîkariya Kobanê

Frieden in Kurdistan?! – Newroz 2013

Frieden in Kurdistan?! YXK-Marburg Newroz-Delegation 2013

Einschätzungen der politischen Lage in Nordkurdistan (Türkei) und Bericht über die Delegationsreise während der Newroz-Feierlichkeiten 2013 in Nordkurdistan.

Mitte März 2013 befand sich eine Delegation von überwiegend Jugendlichen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen in Nordkurdistan (Türkei). Im Zentrum stand das Interesse, die kurdische Bewegung in ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Frieden besser kennen zu lernen.

In den 10 Tagen führte die Delegation viele Gespräche mit verschiedenen Teilen der Bewegung. So traf sie sich mit Jugendlichen und Studierenden, mit Vertreterinnen der Demokratischen Freien Frauenbewegung und Politiker*innen der Partei für Demokratie und Frieden (BDP). Im Mittelpunkt standen vor allem die derzeitigen (Friedens-) Verhandlungen zwischen dem türkischen Staat und der kurdischen Bewegung.

In der Veranstaltung wollen wir zum einen die Eindrücke der Reise mit euch teilen, über die verschiedenen Aspekte der Bewegung sprechen und über die Entwicklungen des Verhandlungsprozesses des letzten Jahres
diskutieren.

Marburger Aktionsbündnis „Takskim ist überall und überall ist Taksim“

TaksimSolidaritätMarburgAktionsbündnisWiderstand

17.06 – Pressemitteilung und Einladung des neuen Marburger Aktionsbündnis „Taksim ist überall und überall ist Widerstand“

Marburger Aktivist*Innen gründen am Sonntagabend nach einer Kundgebung am Rudolphsplatz spontan das Marburger Aktionsbündnis „Taksim ist überall und überall ist Widerstand“ als Reaktion auf die anhaltenden Proteste in der Türkei. Das Bündnis orientiert sich dabei an dem gleichnamigen bundesweiten Aktionsbündnis. Die Kundgebung verlängerte das Marburger Aktionsbündnis als Mahnwache über die Nacht hinweg. Heute um 16 Uhr ruft es zu einer weiteren Kundgebung auf.

Marburg 17.06.13: Die Aktivist*innen gründeten das Aktionsbündnis auch mit dem Ziel, die Solidarität mit dem Taksim-Protest in Marburg besser zu organisieren und zu vernetzten. Das Aktionsbündnis geht davon aus, dass die Bewegung in der Türkei an Stärke gewinnen wird.

Zudem will es die Anliegen und Ziele der Protestbewegung in der Türkei in den Fokus der Berichterstattung rücken. Gründe der Proteste sind neben der Polizeigewalt und der autoritären Politik der AKP-Regierung, eine Reihe von strukturellen Problemen. „So führt diese Politik zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten und der Unterdrückung Oppositioneller, u.a. durch die Inhaftierungen von regierungskritischen Journalist*innen, Gewerkschaftler*innen und Anwält*innen“, führt Esra aus. Zudem wurden weitere Reformen des Bildungssystems durchgeführt, mit denen die Erdoğan-Regierung eine „fromme Generation heranziehen“ will. Darüber hinaus wird versucht, legale Abtreibung abzuschaffen und das faktische Verbot von Alkohol in den Städten einzuführen.

Daneben spielt besonders die Umstrukturierung von Städten, auch bezogen auf die Wohnraumsituation und den Zugang zu öffentlichem Raum, eine entscheidende Rolle. Gerade dieses Thema wurde von den Protesten um den öffentlichen Gezi-Park aufgegriffen. Ohne sich mit der Lage in türkischen Großstädten zu vergleichen, sieht das Bündnis hier parallelen zur aktuellen Situation in Marburg. Die Verdrängung aus der Nordstadt und die Wohnraumsituation im Stadtzentrum folgen einer neoliberalen Logik der Profitmaximierung, welche im Widerspruch zu demokratischen Verfahren steht und zu gesellschaftlichen Ausschlüssen führt.

„Wie stark grundlegende demokratische Rechte in diesem Zusammenhang eingeschränkt werden, wurde zuletzt in den vergangenen Tagen in vielen Städten in der Türkei und auch während der Blockupy-Aktionstage in Frankfurt deutlich“, erklärt Berivan, welche auch die Nacht auf dem Rudolphsplatz verbrachte. Um sich das Recht auf demokratische Mitbestimmung zurück zu erkämpfen, haben Gewerkschaften in der Türkei nun zu einem Generalstreik am 17. Juni aufgerufen.

An den aktuellen Entwicklungen in der Türkei tragen auch Regierungen der BRD eine Verantwortung. Jahrelang wurde der autoritäre, anti-demokratische Kurs der AKP-Regierung politisch unterstützt. Auch militärisch besteht eine enge Zusammenarbeit, zwischen deutschen Rüstungsunternehmen und dem türkischen Staat, welche es dem türkischen Militär ermöglicht einen nun fast 30 Jahre andauernden Krieg gegen die kurdische Opposition zu führen.

Zu dieser Situation sagt Martin: „Das ist nur ein Grund mehr, auch in der BRD auf die Straße zu gehen“. Das Aktionsbündnis „Taksim ist überall und überall ist Widerstand“ ruft heute für 16 Uhr zu einer Protest-Kundgebung auf dem Rudolphsplatz auf.

Pressekontakt:

Nummer: 015739374150
Webseite: taksimmarburg.wordpress.com
Email: taksimmarburg@gmx.de

Menschenrechtsverletzungen in der türkei – Eine Dokumentation

von Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V.

Im Rahmen der Internationalen Woche für Menschenrechte (10.-16. Dezember) haben wir eine Dokumentation über die Menschenrechts-verletzungen der Türkei der letzten Jahre erstellt.

Viele Staaten, die in bilateralen Wirtschafts-beziehungen mit der Türkei stehen, wie auch die Bundesrepublik Deutschland, heben den wirtschaftlichen Aufschwung der Türkei in den letzten Jahren hervor. Zum Bedauern ist anzumerken, dass über die erheblichen Menschenrechtsverletzungen, die zur Kehrseite des scheinbaren wirtschaftlichen Aufschwungs gehören, zumeist hinweggesehen wird. In den letzten Jahren war eine erhebliche Beschneidung demokratischer Grundrechte zu verzeichnen.

Exemplarisch dafür kann die kürzlich geführte Debatte des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan über die Wiedereinführung der Todesstrafe genannt werden. Hierbei wies Erdogan darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft nicht nur aus der Europäischen Union bestehend ist. Somit müsse sich die Türkei nicht explizit an den demokratischen und humanistischen Werten der Europäischen Union orientieren. „Beispielsweise existiert ja auch in den USA, China, Russland und Japan die Todesstrafe“, so die Worte Erdogans vom 10.11.2012. Um zu verhindern, dass die Entwicklung der Türkei in punkto Menschenrechte und Demokratie nicht weiter zu den iranischen, chinesischen oder russischen Abbildern tendiert, handelt es sich um eine unabdingbare Pflicht die Türkei an die Einhaltung der Menschenrechte zu appellieren.

Diese Dokumentation listet die Verstöße der Menschenrechte der Türkei in den letzten Jahren auf. Dabei wurden zahlreiche Untersuchungsberichte türkischer und internationaler Menschenrechtsorganisationen und NGOs zusammengefasst.
Hier gelangt ihr zu der Dokumentation

Firatnews: „Press“ und „Min Dît“ zu Besuch in Marburg

Marburg – Am Mittwoch hat die Marburger Ortsgruppe des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK Marburg) in Kooperation mit dem studentischen Unikino „Filmriss“ die beiden kurdischen Filme „Min Dît“ und „Press“ gezeigt.

Dutzende Studierende und KurdInnen aus der Umgebung nahmen am Filmabend teil. Die BesucherInnen wurden zweisprachig im kurdischen Kurmancî-Dialekt und auf Deutsch begrüßt. In ihrer Rede stellten die YXK‘ler zunächst ihre Ortsgruppe und die beiden Filme kurz vor.

Danach wurden die in den Filmen problematisierten Themen der sogenannten Morde unbekannter Täter und die Verfolgung von Journalisten mit der heutigen Zeit verbunden und auf diese Art verdeutlicht, dass sich außer der Farbe des Staatsfaschismus nichts verändert hat.

Nach der Begrüßung wurde der Film „Min Dît“ von Mîraz Bêzar, der das Leben kurdischer Waisenkinder aufzeigt und die sogenannten Morde unbekannter Täter problematisiert, gezeigt.

Der vor der Tür aufgestellte Bücher- und Teestand bekam in der etwa halbstündigen Pause sehr große Aufmerksamkeit. Nach der Pause wurde der Film „Press“ von Sedat Yilmaz, der von der Arbeit der Zeitung „Gündem“ handelt und die Arbeit der Journalisten unter den schweren Bedingungen der 90′ern auf die Leinwand bringt gezeigt..

Nach Ende des Films bedankten sich die YXK‘ler und verabschiedeten sich auf diese Weise von ihrebn BesucherInnen.

Hier gehts zum kurdischen Originaltext:
‚Press‘ û ‚Min Dît‘ mêvanên Marburgê bûn

Firatnews: YXK Marburg solidarisiert sich mit den Streikenden in Südeuropa

Marburg – Am Donnerstag wurde in Marburg eine Solidaritätskundgebung für die sich aus Protest gegen die europäische Sparpolitik im Generalstreik befindenden Aktivisten in Südeuropa abgehalten. Mehr als 100 Menschen nahmen an der Kundgebung auf dem Markzplatz teil.

Die Aktion wurde von dem „Krisenbündnis Marburg“, an dem sich auch die Marburger Ortsgruppe der YXK beteiligt organisiert. Bei der Kundgebung wurden neben der Rede der Partei „Die Linke“, des „DGB“ und weiteren linken Organisationen auch eine Rede der YXK vorgetragen.

Die YXK‘ler haben in ihrer Rede auf die Unterdrückung durch das türkische AKP-Regime und den Widerstand der Oppositionellen dagegen aufmerksam gemacht. In ihrer Rede brachten sie die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes aller Sozialisten, Arbeiter, Studierenden und Demokraten zur Sprache und führten weiter aus, dass Unterdrückung und Ausbeutung in allen Ländern der Welt dieselbe Farbe trage und die Einheit aller Unterdrückten und Ausgebeuteten die einzige Lösung dagegen wäre.

Die YXK‘ler haben während der Kundgebung dutzende Unterschriften im Rahmen der Internationalen Initiative Freiheit für Öcalan sammeln können.

Nach der Kundgebung haben die Teilnehmer eine spontane Demonstration zum Marburger Rudolphsplatz durchgeführt, an dem mehrere Leiharbeitsfirmen, sowie Banken ihren Sitz haben. Mit der Demonstration protestierten die Teilnehmer gegen deren Ausbeutungspolitik.

Der 14. November war von vielen europäischen Gewerkschaften zum Tag des Europäischen Generalstreiks ausgerufen.

Hier geht es zum kurdischen Originaltext:
YXK’ê li Marburgê piştgirî da çalakvanên başûrê Ewropa

Firatnews berichtet vom Marburger Infostand

Kurdische Studierende werden wöchentlich bis Newroz Unterschriften sammeln

Die Marburger Ortsgruppe des Verbands der Studierenden aus Kurdistan (YXK Marburg) hat mit dem Marburger Volksrat einen Infostand unter der Parole „Freiheit für Öcalan! Status für Kurdistan!“ am Marburger Rudolphsplatz aufgestellt.

Neben den Unterschriftenbögen wurden auch Flyer, Zeitschriften und Bücher auf dem Stand aufgestellt. Dem mit einem Bild Öcalans geschmückten Stand wurde ein großes Interesse seitens der Passanten entgegengebracht. Die kurdischen, türkischen, deutschen und japanischen Aktivisten verteilten Flyer und klärten die Marburger über die aktuellen Entwicklungen in allen vier Teilen Kurdistans auf.

Neben der aktuellen politischen Lage waren auch die Demokratische Autonomie und der Konföderalismus Gesprächsthema. Der Schwerpunkt lag jedoch auf die unbefristeten Hungerstreiks der politischen Gefangenen in den türkischen Gefangenenlagern und der erschwerten Isolation gegen Abdullah Öcalan.

Bei der 8 stündigen Aktion wurden mehr als 100 Unterschriften im Rahmen der Kampagne „Freiheit für Öcalan“ gesammelt.Um 18:00 Uhr wurde die Aktion beendet.

Aufgrund des Erfolgs haben die Aktivisten beschlossen den Infostand wöchentlich bis Newroz an verschiedenen Orten in der Marburger Region aufzustellen.

Hier gehts es zum kurdischen Text:
Xwendekarên Kurd dê heta Newrozê li Marburgê îmze berhev bikin

Call to Action of Global Education Strike [Nov. 2012] + State Repression

Neuerscheinung: Widerstand und gelebte Utopien

Widerstand und gelebte Utopien
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan
(Mesopotamien Verlag) ISBN: 978-3-941012-61-5
Paperback, 592 S., 22,0 × 15,0 cm, 15 €

„Widerstand und gelebte Utopien“ basiert auf zahlreichen Interviews, die im Jahre 2010 mit Guerillakämpferinnen und anderweitig aktiven Frauen der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung geführt wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, in der die kurdische Bewegung zwischen dem Aufbau einer alternativen Gesellschaft und dem Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten stand. Auf verschiedenen Reisen führten Frauen aus Westeuropa diese Interviews im Flüchtlingscamp Mexmûr, in Städten Südkurdistans, in den Bergen im Gebiet Kandil und der Medya Verteidigungsgebiete. Einführend beschreibt das Buch die Geschichte und Frauenbefreiungsideologie der kurdischen Frauenbewegung sowie das neue Paradigma des Demokratischen Konföderalismus für den Aufbau einer demokratischen, ökologischen und geschlechterbefreiten Gesellschaft. In diesem Kontext werden die verschiedenen Organisierungsformen und Kämpfe der Frauenbefreiungsbewegung und die praktische Umsetzung des Demokratischen Konföderalismus vorgestellt. In den Interviews wird deutlich, dass die Stärkung des internationalistischen Frauenbefreiungskampfes und eine autonome Frauenorganisierung nach wie vor notwendig und eine Voraussetzung für den Aufbau einer freien Gesellschaft sind. In diesem Sinne gibt das Buch all denjenigen Frauen und Frauenorganisationen neue Anregungen, die auf der Suche nach einem Leben in Freiheit sind.